Nach einer EHEC-Infektion starben inzwischen nach offiziellen Angaben 29 Menschen.Wissenschaftler versuchten auch am Donnerstag, mit Proben von Gurken und Gemüsesprossen der Infektionsquelle auf die Spur zu kommen – ohne Erfolg. Weiterhin gelten Salat, Tomaten, Gurken und Sprossen als mögliche Träger des Bakteriums.Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin beobachtet die Seuche nun schon im zweiten Monat. Der früheste Beginn der Durchfallerkrankung datiert vom 1. Mai. Insgesamt erkrankten seitdem den Angaben zufolge rund 2800 Patienten nachweislich an EHEC, davon 722 an der lebensgefährlichen Komplikation HUS, dem hämolytisch-urämischen Syndrom.Für eine der wenigen weiter erfolgsversprechenden Spuren hielten Wissenschaftler Proben von Sprossengemüse von einem Betrieb im Kreis Uelzen in Niedersachsen. „Es läuft alles auf diesen Betrieb hinaus, es läuft alles auf Sprossen hinaus“, sagte der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums in Hannover, Gert Hahne. Es fehle aber weiter der Labornachweis.Die Chance, die EHEC-Epidemie aufzuklären, ist nicht groß. Nach BfR-Angaben konnte in der Vergangenheit nur ein Viertel der EHEC-Ausbrüche in Deutschland bis zur Quelle des Erregers zurückverfolgt werden. Hauptgrund ist, dass Lebensmittel, die als Überträger in Verdacht gerieten, zum Zeitpunkt der Erkrankungen und späteren Untersuchungen oft restlos verbraucht waren.dpa