Freitag, 11. August 2017

EHEC-Infektionen: Das Wasser war schuld

Nach den aufgetretenen EHEC-Fällen in Rodeneck scheint die Ursache nun geklärt zu sein: Die Bakterien hat man im Trinkwasser nachweisen können. Dies teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb am Freitag mit.

Kontaminiertes Trinkwasser war schuld an den EHEC-Fällen in Rodeneck.
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Kontaminiertes Trinkwasser war schuld an den EHEC-Fällen in Rodeneck. - Foto: © APA/DPA

Die Ergebnisse der außerordentlichen Überprüfungen an den Wasserstellen vor der Chlor-Zugabe, das heißt bevor das Wasser die Wohngebiete erreicht, haben ergeben, dass EHEC-Bakterien im Wasser vorhanden sind. Die kontinuierliche Chlorung garantiert jedoch der Bevölkerung unbedenkliches Wasser.

Alle Verantwortlichen der Trinkwasserleitungen sind dazu angehalten worden, zur Sicherheit der Personen eine kontinuierliche und gleichmäßige Chlor-Zugabe weiter zu betreiben. Derzeit vermutet man, dass die EHEC-Übertragung durch kontaminiertes Wasser erfolgte. Das Territorium wird überwacht.

Situation in Rodeneck wird weiterhin streng überwacht

Die Situation in Rodeneck in Bezug auf die EHEC-Fälle (STOL hat berichtet) wird vom Sanitätsbetrieb mit dem Dienst für Hygiene und Öffentliche Gesundheit Brixen, dem betrieblichen Tierärztlichen Dienst und den Ärzten ständig überwacht, ebenso werden Analysen Lebensmittel tierischer Herkunft, der Ausscheidungen der Wiederkäuer sowie Kontrollen des Trinkwassers bei den Quellen und des Wassers bei den Nutzern durchgeführt.

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb teilt mit, dass in Rodeneck keine weiteren Fälle von HUS bei Kindern (Hämolytisch-urämisches Syndrom), welches auf eine Infektion mit EHEC-Bakterien zurückzuführen ist, aufgetreten sind. Lediglich einige Vorkommnisse leichter Durchfallerkrankungen wurden gemeldet.

Lebensmittel tierischer Herkunft nicht betroffen

Die Laboranalysen der Lebensmittel tierischer Herkunft haben bisher günstige Ergebnisse erbracht, weitere Abklärungen der Tiergesundheit sind noch im Laufen. Es empfiehlt sich, die bereits mitgeteilten Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung einer EHEC-Infektion weiterhin zu beachten.

stol

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