Würzner entwickelte bereits vor 20 Jahren – damals noch in Göttingen und Cambridge – einen Antikörper, der das Komplimentsystem des Immunsystems bremst, das aufgrund seiner veränderter Regulatoren nicht mehr richtig kontrolliert wird und durch eine überschießende Reaktion die Nieren zerstört. Die Überreaktion verursacht das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), bei dem zwei Typen unterschieden werden: das typische in Folge einer EHEC-Infektion, das atypische durch eine angeborene Mutation. Der klinische Verlauf ist bei beiden ähnlich. Forschungsergebnisse der Medizinischen Universität Innsbruck zur Behandlung des atypischen HUS können auch für die Therapie gegen das EHEC-induzierte HUS erfolgversprechend sein. Der von Würzner entwickelte Antikörper wurde „humanisiert“ und ist der Prototyp des Medikaments Eculizumab.apa