Was Laura Spagnuolo aus Bozen motiviert, das bisschen Zeit, das sie für sich haben könnte, für andere zu opfern. <BR /><BR /><b>Frau Spagnuolo, wie haben Sie sich dazu entschieden, den Freiwilligendienst im Weißen Kreuz aufzunehmen?</b><BR />Laura Spagnuolo: Ich wollte schon immer im Bereich der Sanität arbeiten. Es war mir aber wichtig, ordentlich dafür ausgebildet zu werden, um dem Nächsten auf die beste Art und Weise zu helfen. Ich bin seit vergangenem Jahr als Freiwillige tätig, da ich bemerkt habe, dass es der richtige Moment dafür war. Ich bin ganz „frisch“ (lacht).<BR /><BR /><b>Abseits vom Weißen Kreuz sind Sie auch im Bereich Sanität tätig.</b><BR />Spagnuolo: Ich studiere Krankenpflege im ersten Jahr an der Claudiana. Aus diesem Grund sehe ich auch meine Zukunft in diesem Bereich. <BR /><BR /><b>Sind Sie selbst auf die Idee gekommen, Freiwilligenarbeit zu leisten, oder wurden Sie von anderen vom Mehrwert dieser Tätigkeit überzeugt?</b><BR />Spagnuolo: Meine Freunde haben zwar eine große Rolle dabei gespielt, dass ich diesen Weg beschreite. In Wirklichkeit habe ich die Lust dazu schon seit langer Zeit verspürt. Für mich ist es selbstverständlich: Ich könnte nur diesen Weg in meinem Leben beschreiten. Meine Freunde haben mich dazu angeregt, die Motivation habe ich aber auch in mir selbst gefunden. <BR /><BR /><b>Haben Sie zuvor schon Erfahrungen im Bereich Freiwilligenarbeit gesammelt?</b><BR />Spagnuolo: Als ich jünger war, war ich bereits beim Roten Kreuz tätig. Aus Studiengründen musste ich die Tätigkeit aber einstellen. Jetzt bin ich zurück – allerdings beim Weißen Kreuz. <BR /><BR /><b>Was empfinden Sie als die größte Herausforderung bei dieser Tätigkeit?</b><BR />Spagnuolo: Das Schwierigste an meiner Arbeit ist, dass ich manchmal Gefühle unterdrücken muss, zumal dies dazu führen könnte, dass man keinen klaren Kopf hat, um anderen zu helfen. <BR /><BR /><b>Und die größte Genugtuung?</b><BR />Spagnuolo: Das ist bestimmt, wenn man weiß, dass man gebraucht wird. Und, dass man Menschen auch nur mit einem Lächeln helfen kann. Spätestens in der Notaufnahme oder wenn man sie nach Hause begleitet, zeigen sie sich erkenntlich: Sie bieten etwa einen Kaffee an. <BR /><BR /><b>Haben Sie vor, lange Zeit beim Weißen Kreuz zu bleiben?</b><BR />Spagnuolo: Ja natürlich. Ganz sicher. Hier sehe ich meine Zukunft und ich hoffe, das bleibt auch so. <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />