„Ich habe sie getötet, um das Sorgerecht für meinen Sohn nicht zu verlieren“, erklärte er dem Ermittlungsrichter. Die tödliche Attacke habe sich am 9. Jänner während eines Streits über das Kind ereignet, im Zusammenhang mit der laufenden Trennung.<BR /><BR />Der Beschuldigte gab an, seine Frau mit einem in der Wohnung gefundenen Messer getötet zu haben. Laut Autopsie wurde die 41-jährige Federico Torzullo mit 23 Messerstichen ermordet.Während des Verhörs lieferte er auch Hinweise, die beim Auffinden der Tatwaffe helfen könnten; die Ermittler arbeiten derzeit daran, diese sicherzustellen.<BR /><BR />Der Tod von Federica soll sich laut Carlomagnos Geständnis in den frühen Morgenstunden des 9. Jänners ereignet haben: Der Streit habe gegen 6.15 Uhr begonnen, als sich die Frau im Badezimmer befand - eine dramatische Auseinandersetzung, die laut Aussage des Mannes etwa 45 Minuten dauerte, in denen Federica - wie auch die Obduktion bestätigt - versucht habe, sich zu verteidigen und seiner Gewalt zu entkommen.<BR /><BR />Diese Schilderung, die erst nach Tagen völligen Schweigens erfolgte, überzeugt die Ermittler jedoch nicht vollständig. Sie prüfen die mögliche Beteiligung von Komplizen. „Wir sind mit der gelieferten Rekonstruktion nicht völlig zufrieden“, sagte der Staatsanwalt von Civitavecchia, Alberto Liguori. „Es gibt Dinge, die nicht zusammenpassen. Es bestehen noch dunkle Punkte, die wir klären möchten“, sagte er. In diesem Zusammenhang könnten Zeugen erneut vernommen werden, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen.<h3> Tödliche Messerstiche und der Versuch, die Leiche zu verbrennen</h3>Die Messerstiche - der tödliche traf Federicas linke Halsseite - hätten lebenswichtige Organe getroffen. Der Mann soll auch auf Bauch und Unterleib eingestochen haben, selbst als Federica bereits tot war. <BR />Am Körper wurden zudem Brandspuren festgestellt, was die Hypothese stützt, dass der Beschuldigte versucht habe, die Leiche anzuzünden, um die Identifizierung zu erschweren.<BR /><BR />Nach der Tat verließ Carlomagno das Haus und begab sich in die Gegend, in der sich der Sitz seiner Firma befindet. In der Nähe eines Schilfgürtels habe er - eigenen Angaben zufolge ohne Hilfe - eine Grube ausgehoben, in der er Federica, vollständig nackt, begrub. Der Leichnam wurde mit einem Bagger in die Grube geworfen, weshalb Quetschfrakturen festgestellt wurden. In seiner Rekonstruktion jener Stunden erklärte Carlomagno zudem, er habe das Mobiltelefon seiner Frau benutzt, um einige Nachrichten an deren Mutter zu schicken, bevor er es zerstörte und entsorgte.<BR /><BR />Das Geständnis des Ehemanns erfolgte zu einem Zeitpunkt, als die Beweislage gegen ihn bereits solide war, gestützt auf mehrere in den ersten Stunden nach dem Verschwinden der Frau gesicherte Indizien - darunter ein Überwachungsvideo, das Federica am 8. Jänner beim Betreten ihres Hauses zeigt, aus dem sie anschließend nicht mehr herauskam. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Feminizid vor, eine neue Straftat, die im Dezember eingeführt wurde. Carlomagno droht nun eine lebenslange Haftstrafe.<BR /><BR />„Mein Mandant ist sich der Schwere des von ihm begangenen Verbrechens voll bewusst“, erklärte sein Verteidiger Andrea Miroli nach dem Verhör. „Wir stehen vor einer Tragödie, die niemals hätte geschehen dürfen und die wir niemals hätten erleben wollen. Carlomagno erwacht aus einem Albtraum, in dem er sich zweifellos befand. Er ist sich bewusst, drei Familien zerstört und seinem Sohn die Mutter genommen zu haben“, fügte er hinzu.