Und ohne Eintragung ins Register gibt es auch keine steuerlichen Erleichterungen.<BR /><BR />Am 3. Juli 2025 hat der Landtag das von Rosmarie Pamer vorgelegte Landesgesetz zum Ehrenamt verabschiedet. Damals ging die Landesrätin davon aus, dass das Landesverzeichnis „bis zum Ende des Jahres“ aktiv sein wird – doch das ist es noch immer nicht. Das Landesgesetz wurde von Rom nämlich in einem, vor allem für viele kleinere Vereine wesentlichen, Punkt angefochten: die Übertragung von Vermögenswerten beim Übertritt vom staatlichen Register RUNTS ins Verzeichnis des Landes.<BR /><BR />Im März wurde dazu eine Einigung erreicht. Auf den Punkt gebracht, müssen Vereine letztendlich nur eine Eigenerklärung abgeben, wonach Vermögenszuwächse aus staatlichen Vergünstigungen in die laufenden Kosten eingeflossen sind. Die Kontrolle obliegt dem Land. Doch auch hier mahlen die Mühlen langsam. Erst vor wenigen Tagen gab die Staatsbuchhaltung als letzte grünes Licht. Vor der Sommerpause hat sie es nicht mehr auf die Tagesordnung des Ministerrats geschafft. „Wir rechnen aber fest damit, dass sie im September vom Ministerrat genehmigt wird“, sagt SVP-Parlamentarier Meinhard Durnwalder.<h3> Inbetriebnahme gegen Jahresende realistisch</h3>„Sobald die Norm in Rom durch ist, legen wir die Durchführungsbestimmung zum Landesgesetz vor“, sagt Pamer. Diese sieht bekanntlich steuerliche Nachlässe für Vereine bei Landessteuern wie GIS oder KFZ-Steuer vor. Im Ehrenamtsgesetz seien nun mehrjährige Finanzierungszusagen für Vereine gesetzlich verankert – ein Schritt, der vielen Organisationen zu mehr Planungssicherheit und Entlastung vom bürokratischen Aufwand verhelfe. Über unentgeltliche Nutzungsleihen können Räume kostenlos für Vereine bereitgestellt werden. Im RUNTS eingetragene Vereine fließen automatisch ins Landesregister ein, alle anderen müssen sich eintragen. „Es wird ein digitales Portal sein“, so Pamer. Für die technische Umsetzung habe es bereits Aussprachen mit der Südtiroler Informatik AG (SIAG) gegeben.<BR /><BR />Fragt man bei der SIAG nach, wie weit diese mit der Umsetzung ist, hört sich das Ganze allerdings ziemlich anders an. Generaldirektor Stefan Gasslitter bestätigt zwar, dass es Aussprachen gegeben habe. „Allerdings haben wir bis jetzt noch keinen offiziellen Auftrag von der Abteilung für Informatik erhalten und im August werden wir auch keinen erhalten, denn da sind alle in Ferien“, meint Gasslitter. Selbst wenn der Auftrag im September zugewiesen werde, könne man das Register „nicht in einer Woche aus dem Boden stampfen“. Je nach Komplexität werde dies einige Monate dauern. Gegen Jahresende von einer Inbetriebnahme zu reden, sei laut Gasslitter „realistisch.“