Freitag, 24. Februar 2017

Ehrenamtlicher Einsatz jetzt schwarz auf weiß

„Das Land Südtirol ist auf Ehrenamt aufgebaut“, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Vorstellung des Ehrenamtnachweises am Freitag. Künftig können ehrenamtliche Einsätze online nachgewiesen werden.

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Foto: © D

152.000 Personen in Südtirol sind ehrenamtlich tätig. 2150 Vereine scheinen im Landesverzeichnis der ehrenamtlich tätigen Organisationen auf. Dieses Ehrenamt bringt dem Land einen enormen Mehrwert in den verschiedensten Bereichen, vom Gesundheits- bis zum Sozialwesen, vom Bildungsbereich bis hin zu Sport, Kultur und Kunst.

„Aber auch der Einzelne zieht Gewinn aus der ehrenamtlichen Tätigkeit, er eignet sich Fähigkeiten an und stärkt die Sozialkompetenz“, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher. 

Um das ehrenamtliche Engagement zu würdigen und um die erworbenen Fähigkeiten zu bescheinigen, hat das Land nun einen Online-Dienst geschaffen, der es Freiwilligenorganisationen ermöglicht, Ehrenamtsnachweise zu erstellen. „Diese können dann im Bildungsbereich als Bildungsguthaben oder bei der Arbeitssuche nützlich und hilfreich sein“, so Kompatscher.

Erster Schritt in umfassenden Projekt

Der Ehrenamtsnachweis wird über einen eGovernement-Dienst angeboten. Vereine, die den neuen Online-Dienst nutzen möchten, können ab sofort im Landesamt für Kabinettsangelegenheiten um die notwendige Akkreditierung ansuchen. Damit erhalten sie Zugang zum System und können, die Daten ihrer Freiwilligen online verwalten, Fortbildungen, Tätigkeiten, Einsätze dokumentieren und den Nachweis ausdrucken. 

Es sei dies ein erster Schritt zur Umsetzung eines umfassenderen Projektes mit dem Namen "eVeras". Im Rahmen von eVeras soll bis Dezember 2018 eine größere Plattform für die Buchhaltung und Mitgliederverwaltung geschaffen werden: "Damit stellen wir den Vereinen ein einheitliches Schema zur Verfügung, das den jeweils geltenden Vorschriften für die Erstellung der Jahresabrechnung entspricht und somit den Vereinen unter diesem Aspekt zusätzliche Sicherheit gibt", wie die Direktorin im Amt für Kabinettsangelegenheiten, Elisabeth Spergser erläuterte. 

lpa/stol

stol