Dienstag, 01. März 2016

Eigene Ärzte fürs Seniorenheim

Nicht mehr die Betreuung durch den eigenen Hausarzt, sondern fixe Allgemeinmediziner soll es künftig in den Seniorenheimen geben. Das hat die Südtiroler Landesregierung am Dienstag beschlossen. Je nach Größe der Struktur sollen zwei bis fünf Ärzte künftig für die Heimbewohner da sein.

Einen Arzt, der fix ins Seniorenheim kommt, soll es geben.
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Einen Arzt, der fix ins Seniorenheim kommt, soll es geben. - Foto: © shutterstock

Bisher war es so, dass Menschen bei ihrer Aufnahme in einem Seniorenwohnheim weiterhin von ihren Hausärzten betreut wurden, sodass unter Umständen eine Vielzahl von Allgemeinmedizinern die ärztliche Betreuung in den Seniorenwohnheimen innehatte.

Landesweite Regelung

Mit der am Dienstag von der Landesregierung beschlossenen und im Vorfeld mit den Südtiroler Ärztegewerkschaften vereinbarten Neuregelung soll das als Pilotprojekt bereits erprobte Konzept zur ärztlichen Betreuung der Bewohner von Seniorenwohnheimen landesweit übernommen werden.

Dabei übernehmen künftig je nach Größe der Einrichtung zwischen zwei und fünf Allgemeinmediziner im Team die gesundheitliche Betreuung der Heimbewohner.

Freiberuflich im Heim tätig

„Die in den Seniorenwohnheimen tätigen Hausärzte sind Ansprechpartner für die Heimbewohner, aber auch für die Familienangehörigen und die Pflegekräfte: Eine übersichtliche Zahl von praktizierenden Ärzten ermöglicht daher mehr Klarheit, Konstanz und Struktur in der Betreuung“, zeigt sich Gesundheitslandesrätin Martha Stocker überzeugt.

Die ärztliche Betreuung in den Seniorenwohnheimen gilt als freiberufliche Tätigkeit und wird von den verschiedenen Einrichtungen ausgeschrieben.

stol/lpa

stol