Weiß-Kreuz-Dienst ist wie Fußballspielen, sagt Hans Kaufmann. Er ist seit vielen Jahren überzeugter Ehrenamtlicher im Rettungsdienst und würde jedem empfehlen, es auch zu probieren.<BR /><BR />„Das Verständnis ist absolut da“, sagt Hans Kaufmann aus Laas. Der 42-Jährige ist seit 2002 offizieller Freiwilliger beim Weißen Kreuz, er ist aber auch verheiratet und hat einen kleinen Sohn.<BR /><BR />Seine Antwort bezieht sich auf die Frage, was seine Frau dazu sagt, wenn er neben der Arbeit als Unternehmer im Holzbereich regelmäßig die Weiß-Kreuz-Uniform überzieht und sich die Tage bzw. auch Nächte mit Rettungsdiensten und Bereitschaft um die Ohren schlägt.<h3> Ohne Familien-Verständnis geht es nicht</h3>Seine Frau habe von Beginn an gewusst, dass er im Rettungsdienst aktiv ist und habe das immer mitgetragen. Ohne dieses Verständnis würde es auch nicht gehen, denn bei aller Liebe zum Ehrenamt – negative Auswirkungen auf das Privatleben sollte diese Tätigkeit nun wirklich nicht haben.<BR /><BR />Durchschnittlich 3-mal im Monat ist Hans Kaufmann für 12-Stunden-Schichten in der Sektion Schlanders zugeteilt, von Beginn an war dies stets seine Heimatsektion. „Obwohl, für kurze Zeit war auch einmal Sulden meine Zweitsektion“, wie er sich gerne an diese Zeit zurückerinnert. Kennengelernt hatte er das Weiße Kreuz zuvor beim Zivildienst, dann habe er sich recht schnell dafür entschieden, auch danach weiterzumachen.<h3> Einfach nur empfehlenswert</h3>Bereut hat Hans Kaufmann seine Entscheidung bis heute nicht, im Gegenteil, denn er würde das immer wieder genau so machen. „Ich würde es jedem empfehlen“, sagt der Laaser Sanitäter zum Weiß-Kreuz-Dienst bzw. Ehrenamt allgemein. Man kann viel lernen, lernt neue Freunde kennen, kann das Gelernte auch im privaten Bereich gut gebrauchen, nennt er einige Vorteile. Zudem werde man laufend fortgebildet, gebe es Fahrsicherheitstrainings usw. „Außerdem ist es eine sehr sinnvolle Tätigkeit in einem generationenübergreifenden Team“, ergänzt er. Es gebe viele junge Menschen im Weißen Kreuz, mitunter kämen aber auch Rentner neu dazu, was sehr interessant sei, „auch menschlich“.<BR /><BR />Kann eigentlich jeder Weiß-Kreuzler werden? Grundsätzlich ja, findet Kaufmann, ergänzt aber, dass man beim Bereitschaftsdienst vielleicht eine gewisse Stressresistenz mitbringen sollte. Etwas Teamfähigkeit würde auch nicht schaden, denn ein Retter oder eine Retterin arbeitet ja nicht allein. <BR /><BR />Ansonsten sei es eigentlich „wie beim Fußball“, schmunzelt Hans Kaufmann. Denn auch dort gehe am Sonntag Zeit drauf, das sei beim Weißen Kreuz eigentlich nicht anders. <BR />