Hier der Brief und die deutsche Übersetzung dazu.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1307214_image" /></div> <BR /><BR /><i>Mein Name ist Huang Qimei. Ich bin die Schwester von Huang Peng, dem chinesischen Staatsbürger, der so tragisch in Wolkenstein ums Leben gekommen ist. Seit ich im letzten Februar in Italien angekommen bin, konnte ich mit eigenen Augen sehen, mit wie viel Ernsthaftigkeit, Ausdauer und Herzblut Sie nach meinem Bruder gesucht haben. Dafür möchte ich Ihnen von ganzem Herzen danken.<BR /><BR />In der langen Zeit, in der mein Bruder vermisst wurde, haben Sie die Suche nie aufgegeben. Sie waren unermüdlich vor Ort im Einsatz, haben mich über jeden noch so kleinen Fortschritt auf dem Laufenden gehalten und hatten immer ein geduldiges Ohr für mich. Das hat mir in dieser schweren Zeit unglaublich viel Trost und Halt gegeben. Trotz all der Hindernisse bei der Suche sind Sie Ihrer Aufgabe mit so viel Menschlichkeit und Hingabe nachgekommen.<BR /><BR />Selbst als mein Bruder gefunden wurde, haben Sie uns nicht allein gelassen. Sie standen uns bei den ganzen Behördengängen zur Seite, haben mir geduldig meine Sorgen genommen und uns geholfen, uns in einem fremden Land zurechtzufinden. Ohne Ihre Hilfe hätten wir das alles nicht geschafft.<BR /><BR />Ich danke jedem einzelnen Beamten für die harte Arbeit und den selbstlosen Einsatz. Ihre Professionalität und Ihr Mitgefühl haben mir in meinen dunkelsten Stunden Wärme und Kraft geschenkt.<BR /><BR />Mit tiefem Dank und herzlichen Grüßen,<BR /><BR />Huang Qimei</i><h3> Was war passiert?</h3>Wie berichtet, war Huang Peng Austauschstudent an der Universität Tuscia in Viterbo. Am 19. Jänner reiste er nach Südtirol, genauer gesagt nach St. Ulrich, um einige Tage in den Dolomiten zu verbringen und dort zu wandern. Am Morgen des 20. Jänner frühstückte er noch in seinem Hotel, zog sich für eine Bergtour an und verließ anschließend seine Unterkunft.<BR /><BR />Weil Peng nicht ins Hotel zurückkehrte, schlug der Hotelier schließlich Alarm, und die Polizei leitete eine Vermisstenanzeige ein. Die Suche nach dem jungen Mann liefen daraufhin auf Hochtouren: Zunächst konzentrierten sie sich auf das Grödnertal, später vor allem auf das Gebiet rund um die Villnösser Geisler. Doch vom jungen Mann fehlte jede Spur – bis zum 30. März.<BR /><BR />An diesem Tag wurde sein Leichnam in der Mittagsscharte im Villnösser Tal entdeckt, zusammengekauert im Schnee. Es wird angenommen, dass Peng vom Weg abgekommen war und sich, um sich vor der Kälte zu schützen, auf den Boden kauerte und in der Folge erfroren sein. Eine Lawine trug den Körper schließlich bis auf etwa 1.300 Meter Meereshöhe talwärts.