<BR />Allemal fühlt sich die Politik in ihrer Entscheidung bestätigt, neuen Wohnraum zu 100 Prozent für Ansässige zu reservieren.<BR /><BR />Das staatliche Statistikinstitut ISTAT hat die Wohnbevölkerung in Italien unter die Lupe genommen. Im Schnitt wohnen Herr und Frau Italiener auf 101 Quadratmetern. 268.000 Wohnungen gelten aber als überfüllt, weil Familien mit vier und mehr Mitgliedern zu wenig Fläche bereitsteht. Südtirol liegt hier mit 1,4 Prozent im Mittelfeld. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1277073_image" /></div> <BR /><BR />Kaum zu glauben, aber wohl wahr: 322.000 Wohnungen werden staatsweit von mehreren Familien zugleich bewohnt. Das können junge Familien sein, die noch immer im „Hotel Mama“ wohnen; das ISTAT verweist aber auch auf Migranten. Südtirol ist davon jedoch mit 0,7 Prozent der Wohnungen staatsweit am wenigsten betroffen.<h3> Südtirol deutlich unter italienischem Durchschnitt</h3> Italienweit zählte das ISTAT 36,5 Millionen Wohnungen. 26 Millionen davon werden von Bürgern besetzt, die dort auch ihren Wohnsitz haben; das sind 73 Prozent. Südtirol liegt mit 63,9 Prozent deutlich darunter. Konkret bedeutet dies, dass ein Drittel der Wohnungen nicht von Menschen besetzt wird, die in der Liegenschaft ihren ständigen Wohnsitz haben. <BR /><BR />Verfügbar ist der Löwenanteil dieser Wohnungen aber nicht. Zu einem Gutteil handelt es sich um Zweitwohnungen (auch von Südtirolern), touristisch genutzte Wohnungen und nur zu etwas mehr als zehn Prozent um tatsächlichen Leerstand, der potenziell genutzt werden könnte.<BR /><BR /> „In Italien sind die Regeln für den Wohnsitz leider wenig streng“, sagt Landesrätin Ulli Mair. Das Urbanistikgesetz von 2022 schreibt den Gemeinden eine Leerstanderhebung vor. „Umgesetzt ist diese aber nur teilweise“, bedauert Mair.<BR /><BR />Bestätigt sieht sich Landeshauptmann Kompatscher. Neuer Wohnraum sei zur Gänze konventioniert, sodass nur darin wohnen darf, wer in Südtirol Wohnsitz oder Job hat. Zudem setze man auf „konsequente Kontrollen.“