Die im Sommer aufgeschobene Problematik rund um die Schließungen und Teilschließungen von peripheren Postämtern in Südtirol sei nun wieder aktuell. Ein Dutzend so genannter „unproduktiver“ Ämter - jene in Reschen, Stilfs, Sulden, Sinich, St. Pauls, Girlan, Oberbozen, Kardaun, Birchabruck, Blumau, Steinegg, Antholz und St. Johann im Ahrntal - seien von der Auflassung bedroht.Eine Einschränkung der Öffnungszeiten könne die Postämter von Schnals, Goldrain, Andrian, Deutschnofen, Truden, Villanders, Lajen, Ridnaun, Prags, Pedraces und Luttach betreffen. Man "war und ist bemüht, so viele Schließungen wie möglich abzuwenden", betont die Postgewerkschaft im SGBCISL. Am Freitag ist in Bozen ein Treffen mit der Postverwaltung angesetzt, bei dem der Schließungsplan verhandelt wird. "Auch die Landespolitik ist gefordert, damit die peripheren Postämter mit ihren wichtigen Diensten für die Bevölkerung langfristig erhalten bleiben", so die Gewerkschaft, die besonders die Direktion von Poste Italiane in Bozen aufruft, "sich endlich mehr um die Postämter in der Peripherie zu kümmern."Aus vielen Postämtern werde die mangelnde Unterstützung vonseiten der Direktion beklagt, auch was die Bereitstellung von Arbeitsmaterialien und die Sauberkeit in den Postämtern anbelange.