<b>Von Doris Ebner</b><BR /><BR />Für mich hat er jedes Jahr wieder etwas Magisches, der Moment, an dem ich merke, dass sich der Winter langsam dem Ende zuneigt und die Natur zu neuem Leben erwacht. <BR /><BR />Die Kälte verschwindet, draußen wird es nach und nach bunter – und plötzlich tragen wieder mehr Menschen ein Lächeln auf den Lippen. Vieles fühlt sich leichter an und auch die Gedanken an Sonne, Strand und Meer, laue Nächte im Garten oder ausgedehnte Spaziergänge bei Sonnenuntergang sind nicht mehr weit. <BR /><BR />Alles steht gewissermaßen auf Anfang. Ein Anfang, der bei genauerem Hinsehen mehr sein kann als ein bloßer Neubeginn. Er ist ein Zeichen der Hoffnung. <BR /><BR /><embed id="dtext86-69638988_quote" /><BR /><BR />Im Laufe unseres Lebens gibt es immer wieder Momente, in denen die Welt in uns oder um uns herum trostlos und grau erscheint. Herausforderungen, Probleme und Schwierigkeiten, Krankheiten, Unfälle und schwerwiegende Verluste bringen uns an unsere Grenzen oder katapultieren uns oft sogar weit darüber hinaus. <BR /><BR />Plötzlich erscheint es schwierig oder gar unmöglich, die nötige Kraft zum Weitermachen aufzubringen. Wir ziehen uns von Stunde zu Stunde und von Tag zu Tag weiter, während die sprichwörtliche Luft zum Atmen knapper wird. Wir funktionieren – an mehr ist nicht zu denken. Nicht einmal an die Möglichkeit, dass sich dies eines Tages wieder ändern könnte. Schließlich fehlen uns Lösungen, Auswege, Perspektiven.<BR /><BR /> Es fühlt sich an wie Winter. Und genau an dieser Stelle lohnt sich der Gedanke an die Natur.<h3> Schwere Zeiten sind nicht für die Ewigkeit</h3>Wenn beim Blick aus dem Fenster die Nebelschwaden vom Himmel hängen und der Boden von Schnee bedeckt wird, denken wohl die wenigsten von uns daran, dass darunter das blühende Leben versteckt liegt. Kein Wunder, mutet die Vorstellung, dass kleine, zarte, verletzliche Blüten imstande sein könnten, die harte Erde zu durchbrechen, zu diesem Zeitpunkt doch nahezu absurd an. <BR /><BR />Und doch ist es der natürliche Lauf der Dinge. Irgendwann, wenn die Zeit dafür reif ist, taut das Eis wieder auf und macht den Weg frei für ein kleines Wunder. Eines, das auch in unserem Leben jeden Tag geschehen kann.<BR /><BR />Was ich Ihnen mitten im Frühling deshalb wünsche, ist, dass Sie auch in schwierigen Zeiten nie den Glauben an eine Veränderung und einen Neubeginn verlieren. <BR /><BR /><embed id="dtext86-69638989_quote" /><BR /><BR />Natürlich meine ich damit nicht, dass Sie sich zu positiven Gedanken zwingen sollten, wenn Ihre Welt in Trümmern liegt. Damit würden Sie sich selbst belügen und Ihrer psychischen Gesundheit keinen Gefallen tun. Wie die Natur, können auch wir den Frühling nicht erzwingen. <BR /><BR />Er kommt, wenn die Zeit für ihn gekommen ist. Dann aber liegt es an uns, seine Schönheit zu erkennen und seine Magie zuzulassen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1030308_image" /></div> <embed id="dtext86-67572045_listbox" />