Mittwoch, 01. Februar 2017

Ein High-Tech-Dach für die Arena in Verona

Das Projekt von zwei deutschen Unternehmen, ein High-Tech-Regendach für die Arena von Verona zu bauen, erntet in Italien großen Beifall. Der Bürgermeister von Verona, Flavio Tosi, und Kulturexperten lobten das Vorhaben eines mobilen Dachs, das 13,5 Millionen Euro kosten soll.

So soll das neue Dach der Arena von Verona aussehen. -  Foto: Comune Verona/Schlaich Bergermann Partner
So soll das neue Dach der Arena von Verona aussehen. - Foto: Comune Verona/Schlaich Bergermann Partner

Die Architekten Gerkan, Marg und Partner (Hamburg) sowie die Ingenieure von Schlaich Bergermann Partner (Stuttgart) gewannen die internationale Ausschreibung für das Projekt an dem Amphitheater der norditalienischen Stadt. Es soll eine Art Segel entstehen, das auch zur Seite geschoben werden kann. Die Saison der Arena von Verona könnte sich damit bald weit über die Sommermonate zwischen Juni und September ausdehnen.

84 Vorschläge wurden von einer internationalen Jury geprüft. Viele trafen aus dem Ausland ein. Für die Kosten des mobilen Dachs wird der in Verona angesiedelte Strumpfhersteller Calzedonia aufkommen, der auch den Ideenwettbewerb finanziert hat. Die Sieger des Ideenwettbewerbs, die ihr Projekt in anonymer Form vorgestellt hatten, erhalten 40.000 Euro.

Dach in 3 Jahren errichtet

Der Plan muss jetzt vom Denkmalschutz und vom Kulturministerium in Rom geprüft werden. Der Bürgermeister von Verona zeigte sich überzeugt, dass das mobile Dach in drei Jahren errichtet werden könnte.

Damit soll die derzeit auf den Sommer beschränkte Opernsaison wesentlich verlängert werden, wodurch auch die Einnahmen der Arena stark zunehmen sollen. Aufführungen könnten mit einem Dach auch bei schlechtem Wetter stattfinden.

„Der größte Feind dieses wunderbaren Monuments ist der Regen“, so Tosi bei einer Pressekonferenz, bei der die Sieger des Wettbewerbs vorgestellt wurden. Der Bürgermeister betonte, dass im Zeitraum 2017-2018 14 Millionen Euro für den Erhalt der Arena ausgegeben werden sollen. Sieben Millionen Euro wird die Bank Austria-Mutter UniCredit, weitere sieben Millionen Euro die Stiftung des Geldhauses Cariverona zur Verfügung stellen.

apa

stol