Freitag, 12. März 2021

Ein Jahr Corona: Die Welt im Klammergriff des Virus

Ein Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie hat Italien 100.000 und Südtirol über 1000 Corona-Todesopfer zu beklagen. Am 10. März 2020 ging Italien in den ersten Lockdown. Noch immer ist kein Ende der strengen Maßnahmen zu seiner Eindämmung abzusehen. Dabei hatte im März 2020 kaum jemand geahnt, dass uns die Pandemie so lange beschäftigten würde.

Das Coronavirus hat unser Leben im vergangenen Jahr auf eine Weise geändert, die für viele von uns unvorstellbar war. - Foto: © Shutterstock / ImageFlow
Was wenige Wochen zuvor als scheinbar lokales Problem in China begann, entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit Anfang 2020 zu einer Pandemie globalen Ausmaßes.

Am 11. März 2020 hatte Südtirol sein erstes Covid-Opfer zu beklagen: Eine 85-jährige Frau, die am 9. März ins Bozner Krankenhaus eingeliefert worden war, erlag dem Virus. Ein Jahr und viele Lockdowns später ist die Zahl der Todesopfer italienweit auf 100.000 geklettert. In Südtirol liegt sie derzeit bei 1077.



Das Parlament hat den 18. März zum jährlichen Tag der Erinnerung an die Covid-Opfer bestimmt. An jenem Tag gingen 2020 die Bilder von Lkw um die Welt, die Särge zur Einäscherung in andere Regionen transportieren mussten, weil sie der Friedhof von Bergamo nicht mehr aufnehmen konnte.

Die Wirtschaft, auch in Südtirol, kam im Frühling 2020 innerhalb kürzester Zeit zum Erliegen. Die meisten Betriebe mussten wochenlang zusperren: Handwerksbetriebe, Hotels, Bars, Industriebetriebe und Dienstleister.

Experten prognostizieren, dass die Spätfolgen noch jahrelang spürbar sein werden: Eine Pleitewelle von Unternehmen droht, die bislang durch staatliche Hilfsmaßnahmen am Leben erhalten wurden.

Und Italien steht schon der nächste Lockdown ins Haus: Neue Vorschriften sind angekündigt. Sie gelten wohl ab kommendem Montag bis nach der Osterzeit am 6. April.


stol

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