Donnerstag, 11. Juni 2015

Ein Jahr grüne Nummer gegen Gewalt im Alter

Seit Mai 2014 können sich ältere Menschen, pflegende Angehörige und Pflegekräfte, die Gewalt erfahren oder Zeugen von Gewalt werden, an die grüne Nummer 800-001800 wenden, die im Rahmen des Projektes "Gewalt im Alter" eingerichtet wurde.

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Foto: © STOL

Im Vorfeld des diesjährigen Tages gegen die Misshandlung älterer Menschen wurde am Donnerstag Bilanz über die Erfahrungen des vergangenen Jahres gezogen.

Informieren, Bewusstsein bilden, Gewalt vorbeugen und vermeiden: Dies waren die Zielsetzungen des Interreg-Projektes der beiden Länder Tirol und Südtirol in den Jahren 2012 bis 2014.

An die grüne Nummer können sich ältere Menschen, pflegende Angehörige sowie Pflege- und Betreuungskräfte wenden, die Gewalt erfahren oder Zeugen von Gewalttaten werden. Sie bietet die Möglichkeit, die erlebte Situation telefonisch zu teilen, Informationen über die landesweiten Angebote und Dienste zu erhalten sowie Kontakt zu Anlaufstellen vor Ort aufzubauen.

Der Direktor des Betriebes für Sozialdienste Bozen zog Bilanz über die Erfahrungen mit der grünen Nummer "Gewalt im Alter", die vom Betrieb im Auftrag des Landes geführt wird. "Unsere Mitarbeiterinnen sind von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie am Donnerstagnachmittag von 14 bis 16 Uhr erreichbar. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter aktiv, ein Rückruf wird garantiert", erklärte Marcato.

Neben der Betreuung der grünen Nummer hat der Betrieb für Sozialdienste mit dem Aufbau eines landesweiten Netzwerkes begonnen und Kontakt mit öffentlichen, privaten und ehrenamtlichen Diensten im Bereich der Altenpflege- und betreuung geknüpft.

Von Mai 2014 bis Mitte Juni 2015 sind bei der grünen Nummer insgesamt 48 Telefonanrufe von etwa 40 interessierten und betroffenen Menschen eingegangen. Seit kurzem ist neben der grünen Nummer und der Homepage www.gewaltimalter.eu auch die E-Mail-Adresse [email protected] aktiv.

stol