Dienstag, 22. November 2016

Ein Jahr Haft für vermeintliches Terroropfer von Paris

Ein französisches Gericht hat eine Frau zu einer Haftstrafe verurteilt, weil sie sich als angebliches Opfer der Pariser Terroranschläge ausgegeben hatte.

Weil sie sich als angebliches Opfer der Terroranschläge in Paris ausgegeben hat, wurde eine Französin zu einer Haftstrafe verurteilt.
Weil sie sich als angebliches Opfer der Terroranschläge in Paris ausgegeben hat, wurde eine Französin zu einer Haftstrafe verurteilt. - Foto: © APA/AFP

Ein Strafgericht in Versailles bei Paris kam am Montagabend zu dem Schluss, dass die 24-Jährige durch den Schwindel Entschädigungszahlungen erschleichen wollte. Dafür bekam sie eine Haftstrafe von einem Jahr.

Zudem muss die Arbeitslose die symbolische Summe von einem Euro an einen Fonds für Terroropfer zahlen.

Die Frau hatte sich einen Monat nach den Terroranschlägen vom November 2015, bei denen 130 Menschen getötet wurden, mit einem bandagierten Arm auf einer Polizeiwache gemeldet und angegeben, sie sei bei dem Anschlag von Jihadisten auf die Pariser Bar „Carillon“ verletzt worden. Zudem habe sie ihre Kreditkarte und ihr Mobiltelefon verloren.

Die Polizisten schöpften Verdacht, weil die Frau von einer Explosion in der Bar sprach; die Täter hatten die Bar aber mit automatischen Feuerwaffen überfallen.

Das von ihr vorgelegte Foto der Armverletzung war, wie sich herausstellte, aus dem Internet heruntergeladen. Das ärztliche Attest war gefälscht.

apa/afp

stol