Dienstag, 23. Februar 2021

Ein Jahr nach Ausbruch: Zunehmende Infektionen in Bergamo

Ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Epidemie in Italien melden die lombardischen Provinzen Bergamo und Brescia erneut zunehmende Infektionszahlen.

In Brescia bereitet man sich auf die 3. Welle vor.
In Brescia bereitet man sich auf die 3. Welle vor. - Foto: © ANSA / Filippo Venezia
So wurden mehrere Kommunen der Provinz Bergamo sowie die ganze Provinz Brescia zur orangen Zone mit strengen Anti-Covid-Vorkehrungen erklärt, teilten die lombardischen Gesundheitsbehörden am Dienstag mit.

Bergamo und Brescia waren bei der ersten Pandemie-Welle im März und April die am stärksten betroffenen Provinzen Italiens.

Dritte Welle in Brescia befürchtet

Aus Angst vor einer Ausbreitung der Corona-Mutationen soll das öffentliche Leben in Brescia und Bergamo stark eingeschränkt werden.

Schulen und Kindergärten werden geschlossen. Bars, Restaurants und die meisten Geschäfte bleiben zu. Die Menschen dürfen nicht mehr im öffentlichen Raum essen oder trinken und sollen ihre Häuser nur noch für notwendige Dinge, wie etwa einkaufen oder Arztbesuche, verlassen. Verboten ist, zu Ferienwohnungen zu fahren. „In Brescia stehen wir vor der dritten Infektionswelle“, warnten die Gesundheitsbehörden.

Grenze zu Frankreich wird stärker kontrolliert

Italien verschärft indes die Anti-Covid-Vorkehrungen in den Grenzgebieten zu Frankreich. In einigen Grenzgemeinden zwischen den ligurischen Badeortschaften Ventimiglia und Sanremo werden von Mittwoch bis zum 5. März strengere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie eingeführt. So will Italien vermeiden, dass die Infektionswelle, die Südfrankreich schwer belastet, sich auf Ligurien ausbreitet.

In den Grenzgemeinden sollen die Schulen geschlossen bleiben. Verboten ist Take-away sowie der Verkauf von alkoholischen Getränken. Außerdem dürfen die Bürger ihre Gemeinden nicht verlassen.

„Wir sind der Ansicht, dass 10 Tage mit restriktiven Maßnahmen zur Reduzierung der epidemiologischen Kurve beitragen können“, betonte der ligurische Präsident Giovanni Toti laut Medienangaben. Die Regierung plane Stützungsmaßnahmen für die von den Anti-Covid-Vorkehrungen belasteten Betriebe.

Mehr als 95.000 Menschen starben seit Pandemiebeginn mit SARS-CoV-2 in Italien. Die italienische Regierung beschloss am Montag ein Reiseverbot zwischen den Regionen im Inland bis 27. März.

apa