Sonntag, 31. Januar 2021

Ein Jahr Notarzthubschrauber Pelikan 3

Am Montag blickt die Landesflugrettung auf ein Jahr Pelikan 3 zurück. Der vierte Notarzthubschrauber Südtirols wurde am 1. Februar 2020 in Laas in Betrieb genommen. Er wird saisonal eingesetzt und hat bisher zu 462 Einsätzen abgehoben. Obwohl der Pelikan 3 derzeit noch als Projekt läuft, hat sich die Inbetriebnahme des gelben Notarzthubschraubers bereits bewährt.

Die Entscheidung, den Pelikan 3 in Betrieb zu nehmen, war eine goldrichtige Entscheidung: Davon ist der Verein „HELI – Flugrettung Südtirol“ überzeugt.
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Die Entscheidung, den Pelikan 3 in Betrieb zu nehmen, war eine goldrichtige Entscheidung: Davon ist der Verein „HELI – Flugrettung Südtirol“ überzeugt. - Foto: © Watchnow Südtirol
Trotz coronabedingt bescheidener Tourismuszahlen und eingeschränkter Freizeitaktivitäten kann Pelikan 3 auf insgesamt 17.770 Flugminuten zurückblicken. Dabei wurden in den 8 Monaten seiner Einsatzbereitschaft 436 Patienten transportiert. Alarmiert wird dieser Hubschrauber vor allem zu Einsätzen im westlichen Teil des Landes bzw. im Vinschgau. „Lange wurde über die Inbetriebnahme eines Notarzthubschraubers im Vinschgau diskutiert“, blickt Georg Rammlmair zurück, der Präsident des Vereins „HELI – Flugrettung Südtirol“.

„Weil gut Ding bekanntlich Weile braucht, wurde dieser Schritt genau überlegt. Und die Entscheidung, den Pelikan 3 in Laas zu stationieren, war goldrichtig“, ergänzt der Präsident. Es sei damit auch gelungen, die Rettungskette im Vinschgau, vor allem im oberen Teil, nachhaltig zu verbessern, denn die Zeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen des Hubschraubers konnte um mehrere Minuten reduziert werden.

„Auch für die Landesnotrufzentrale ist dieser Notarzthubschrauber von großer Bedeutung, weil es gerade in Stoßzeiten mit 3 Hubschraubern oftmals zu Engpässen gekommen war“, fasst Marc Kaufmann zusammen, der Direktor des Dienstes für Rettungs- und Notfallmedizin des Sanitätsbetriebs und ärztliche Leiter des Vereins „HELI“.

Und Ivo Bonamico, der Direktor des Vereins, ergänzt: „Nun ist auch das erste von 3 Jahren Probephase zu Ende. Wir müssen schauen, wie es weitergeht. Bis jetzt hat sich die Entscheidung, den Pelikan 3 in Betrieb zu nehmen, auf jeden Fall bewährt. Die positiven Rückmeldungen geben dem Land, dem Sanitätsbetrieb und uns als Verein recht.“ Auch in Sachen Kosten liege man trotz des zusätzlichen Angebots im internationalen Durchschnitt.

Als Betriebszeiten sind für Pelikan 3 folgende Zeiträume festgelegt: Anfang Februar bis Ende April; Anfang Juni bis Anfang Oktober sowie Ende November bis zum April des Folgejahres.

Der Notarzthubschrauber ist jeweils von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Dienst und kann in den Sommermonaten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang fliegen. Übrigens: Seit wenigen Tagen ist die Basis des Pelikan 3 auf dem Gelände der Firma Hoppe auch nachtflugtauglich.

stol/fm