Am 26. März dieses Jahres hatte der junge Fan während des Fußballspiels zwischen dem FC Südtirol und der Mannschaft U.S. Cremonese im Drususstadion auf der Canazza-Tribüne eine Rauchgranate gezündet. Allein deren Besitz ist gesetzlich verboten – vom Werfen an einem Ort mit vielen Zuschauern wie einem Fußballstadion ganz zu schweigen.<BR /><BR />Die Rauchgranate fiel in eine der unteren Sitzreihen auf ein Sweatshirt eines anderen Zuschauers, der sich an einen Sitz gelehnt hatte.<BR /><BR />Das Sweatshirt fing sofort Feuer, und nur dank des raschen Eingreifens einiger anderer Zuschauer auf der Tribüne konnte es gelöscht und damit weitaus schlimmere Folgen für die in diesem Bereich anwesenden Fans vermieden werden.<BR /><BR />„Da dieses rücksichtslose Verhalten die öffentliche Sicherheit und die Sicherheit der Personen, die sich auf der Tribüne befanden und das Fußballspiel verfolgten, ernsthaft gefährdete“, hat der Quästor dem jungen Mann ein einjähriges Verbot erteilt, an Sportveranstaltungen teilzunehmen<h3> Ein Jahr lang absolutes Verbot, Spiele zu besuchen</h3>Dem 17-Jährigen ist der Zutritt zu allen Spielstätten in Italien untersagt, an denen Fußballspiele ausgetragen werden. „Dies gilt für gesamtstaatliche Meisterschaften im Profi- und Semiprofessionellen Bereich, internationale Turniere, Freundschaftsspiele sowie für alle Orte, an denen die an den genannten Meisterschaften beteiligten Mannschaften trainieren, und für die Wettkämpfe, die im Rahmen der vom italienischen Fußballverband oder von den vom Nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) anerkannten Einrichtungen und Organisationen stattfinden“, heißt es dazu von der Quästur. <BR /><BR />2 Stunden vor Beginn und 2 Stunden nach Ende des Spiels darf der junge Mann auch nicht an Bahnhöfe, Autobahnmautstellen, Flughäfen, Raststätten und allen anderen Orte sein, an denen er auf Sportfans treffen könnte; auch den Umkreis von 500 Metern zu den Stadien und Sportplätzen darf der 17-Jährige nicht betreten. Bei Zuwiderhandlung droht eine Anzeige. <h3> Sartori: „Soll ihm bewusst machen, was hätte passieren können“</h3>„Die sinnlose Geste eines jungen Fans hat Dutzende von Menschen in eine ernste und konkrete Gefahr gebracht, und nur dank des beherzten Eingreifens einiger Zuschauer konnte eine echte Tragödie vermieden werden“, betont Quästor Paolo Sartori. „Es kann nicht sein, dass diejenigen, die in ein Stadion gehen, um sich in Ruhe ein Sportereignis anzusehen, wegen des rücksichtslosen Verhaltens einer kleinen Minderheit solche Risiken eingehen. Aus diesen Gründen habe ich beschlossen, diese Maßnahme zu ergreifen, die in diesem Fall angesichts des jungen Alters des Betroffenen auf ein Jahr begrenzt ist, in der Hoffnung, dass sie dazu dient, ihm bewusst zu machen, was hätte passieren können.“<BR />