Dies lassen die aktuellsten Daten des Landes erkennen.Zu finden sind diese im Bericht der Koordinationsstelle für Einwanderung: Dieser nimmt die Entwicklung der Einwanderung, vor allem aber auch die Integration der Ausländer in Südtirol unter die Lupe.Am Donnerstag wurde der Bericht – der erste offizielle seiner Art – in Bozen vorgestellt.Landesrat Roberto Bizzo sieht das insgesamt 110 Seiten starke Dokument als „umfassendsten und komplettesten Bericht, der bisher zu diesem Thema vorgelegt worden ist“.Ausländeranteil von 8,7 Prozent: Albaner vor DeutschenWas der Bericht allem voran präsentiert, sind nackte Zahlen: Mit seinen 44.362 Ausländern (Stand: 31.12.2011) kommt Südtirol auf einen Ausländeranteil von 8,7 Prozent.„Zum Vergleich: In Österreich liegt dieser bei 11,5 Prozent, in Deutschland bei 9,1 Prozent“, so Helmuth Sinn, Direktor der Abteilung Arbeit. „In der EU liegt der Wert durchschnittlich bei 6,6 Prozent.“Dabei sind 32 Prozent von Südtirols Ausländern Bürger anderer EU-Staaten. Die große Mehrheit, nämlich die restlichen rund zwei Drittel, sind Nicht-EU-Bürger.„Die stärkste Ausländer-Gruppe hierzulande stellen die Albaner dar“, erklärte Sinn genauer. „Sie machen 12,5 Prozent von Südtirols Ausländern aus.“Auf Platz zwei folgten die Deutschen (10,5 Prozent), Rang drei gehe an die Marokkaner (acht Prozent).„Insgesamt leben Menschen mit 134 verschiedenen Nationalitäten in unserem Land“, fasste Sinn zusammen. „Das ist schon beeindruckend.“Hälfte aller Ausländer-Kinder in Südtirol geborenStatistisch ebenso auffallend: Die Zahl der Einwanderer zweiter Generation nimmt konstant zu.„Mehr als die Hälfte aller hier ansässigen Minderjährigen mit einer ausländischen Staatsbürgerschaft sind in Südtirol geboren“, so Sinn dazu.Doch nicht nur in Schulen und Kindergärten werde das Phänomen Migration sichtbar – auch am Arbeitsmarkt.„So sind 13 Prozent aller in Südtirol Beschäftigten Nicht- oder neue EU-Bürger“, berichtete Sinn. „Im privaten Bereich sind es sogar 17 Prozent, unter den Arbeitern stellt diese Gruppe 24 Prozent der Beschäftigten.“„Integration als Prozess verstehen“Neben den Daten widmet sich der Bericht den Maßnahmen, die gesetzt wurden, um das im November 2011 in Kraft getretene Integrationsgesetz umzusetzen.Denn Integration sei kein Zustand, sondern ein Prozess, so Sinn und Bizzo unisono.Und: „Auch wenn in Sachen Integration in der Vergangenheit schon viel unternommen wurde“, meint Sinn, „gilt es in der Zukunft noch viel mehr zu tun.“pg