Die Viertel Group GmbH schafft in den Mauern aus dem 15. Jahrhundert am Eingang nach Stufels Begegnungen und zwar zwischen dem historischen Gebäude und moderner Kunst. Doch wie soll das gehen? <BR />Ziel ist es, dass sich dort Menschen treffen und austauschen.<BR /><BR /> Die Viertel Group Gmbh führt das Hotel, das Eigentum von Barbara Faller ist. Barbara Fallers Vater Klaus hatte in dem Gebäude mit den auffälligen Fassadenmalereien aus dem Jahr 1902 über Jahre ein Elektrounternehmen geführt und dort auch eine Kunstsammlung aufgebaut. Einige der Werke finde sich nun im Hotel wieder. <BR /><BR />Gallery #DText/86-63989308 not found<BR /><BR />Bereits am Eingang begrüßt auf den historischen Steinplatten am Boden ein Prunkschlitten der Familie Lasser die Besucher vor der neu gestalteten Rezeption. <BR /><BR />Marketing- und Sales-Manager, Lissi Tschöll, und die Kuratorin der Kunst im Lasserhaus, Stefanie Prieth, begrüßen dort im Namen der Viertel Group GmbH eine Besuchergruppe für die Führung durch das Lasserhaus, das 3 Suiten, 6 Doppelzimmern und ein kleines Einzelzimmer beinhaltet. Von den 10 Zimmern nennen sich zwei „artist rooms“. Ingrid Hora, eine gebürtige Bozner Künstlerin, die in Berlin wohnt, hat im Gästezimmer 1 als Verlängerung des Gästebettes eine Sprossenwand wie in einer Turnhalle aus Buchenholz angebracht. „Durch das Fehlen einzelner Sprossen wird die Wand zu einem Gegenstand und lässt Gedanken daran hochklettern“, erklärt Stefanie Prieth das Werk. <BR /><BR />Esther Stocker, die aus Schlanders stammt und in Wien lebt, lässt in Zimmer Nummer 2 Holz- und Metallkonstruktionen, die in Vinyl gehüllt sind, an der Decke schweben. Das Werk nennt sie „Gedanken und Planeten“.<BR /><BR /> Tiziano Vudafieri und Claudio Saverino des Studios Vudafieri Saverino Partners aus Mailand hatten die Restaurierung und Umgestaltung projektiert. Dabei achteten die Architekten bewusst darauf, Wechselwirkungen zwischen Kunst und Gebäude zu ermöglichen.<h3> Kunst gibt neue Perspektiven frei</h3>„Die Kunst im Arthotel greift auf, vernetzt und gibt neue Perspektiven frei. Menschsein und Zwischenmenschlichkeit finden hier Raum zur Entfaltung“, erklärt Stefanie Prieth das Konzept. Die Künstler sind Ingrid Hora, Peter Kogler, Petra Polli, Esther Stocker, Alexander Wierer.<BR /><BR />Im Hotel deuten keine Hinweisschilder oder Erklärungen auf die Kunstwerke hin. Lediglich eine gedruckte Beschreibung liegt für die Gäste im Zimmer. Jeder Betrachter muss sich selbst auf die Suche nach den Begegnungen machen. So findet er etwa versteckt in einer Sprosse des Geländers ein Uhrwerk des Brixner Künstlers Alexander Wierer, das sich aufziehen lässt und im Herzschlag tickt. Der Weinkeller wird von Computer generierten Trauben und Ranken von Peter Kogler ausgeschmückt. <BR /><BR />Das Brixner Studio für Grafik und Kommunikation Frei&Zeit haben die Kommunikation und das Branding übernommen. Es griff auch den Löwen als Wappentier am Eingang auf, stilisierte ihn und arbeitete ihn als Logo für das Hotel ein. Er taucht immer wieder auf Tischen oder auf Drucksachen auf. <h3> Jedes Zimmer ist anders gestaltet</h3>Doch auch die Zimmer, von denen jedes anders gestaltet ist, überraschen durch gemütliche, großzügige Ausstattung und einem Mix historischer Möbel und moderner Buche- und Lärchen-Ausstattung. Lediglich den obersten Stock hat Barbara Faller als Privatwohnung behalten. <BR /><BR />Die anderen Räume führt die Viertel Group als Arthotel. Die Gesellschafter sind Willi Obwexer, Thomas Lanz, Hubert Felderer und Christian Hofer.<BR /><BR />Sie führen bereits das Lokal Putzer, den Alten Schlachthof, die Brauerei Viertel Bier und bald das Badhaus, das derzeit in Brixen fertig gestellt wird. <BR /><BR />Auch dort hat sich das Quartett und ihr Team einiges einfallen lassen. Man darf gespannt sein, mit was sie dort aufwarten.<BR />