Dienstag, 24. November 2015

Ein neues "Zuhause" für das Landespersonal

800.000 Euro an Miete hat das Land für das Bürohaus in der Rittnerstraße Nummer 13 pro Jahr bezahlt. Darin untergebracht: die Landespersonalabteilung. Um sich die Gebäudemiete künftig zu sparen, wird nun - auf nicht gerade einfachem Weg - ein neues Landeshaus gebaut.

Das Landespersonal-Haus in der Rittnerstraße Nummer 13. Dort wurde dem Land die Miete zu hoch.
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Das Landespersonal-Haus in der Rittnerstraße Nummer 13. Dort wurde dem Land die Miete zu hoch.

"Es ist eine der höchsten Gebäudemieten, die das Land bezahlt", betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Regierungssitzung am Dienstag. 

Mit etwa 800.000 Euro schlägt der Sitz der Personalabteilung jährlich im Landessäckel zu Buche. 

Die hohe Miete war der Hauptgrund, aus dem sich die Landesregierung schon vor mehreren Jahren entschlossen hat, die Landespersonalabteilung neu und in einem landeseigenen Gebäude unterzubringen.

Neuer Standort und Siegerprojekt

Ein naher, zentraler und geeigneter Standort wurde schnell gefunden.

Ende 2009 hatte die Landesregierung beschlossen, ein angekauftes Gebäude am Anfang der Rittnerstraße mit den Hausnummern 5, 7 und 9 abzubrechen und dort ein neues Bürohaus zu errichten.

 

Das Siegerprojekt des Ideenwettbewerbs für das neue Personal-Landhaus in der Bozner Rittnerstraße. - Foto:lpa

Ideen für das neue Bauvorhaben lieferte ein Wettbewerb, an dem 174 Planer teilnahmen, und den die Architekten Davide Scagliarini und Orazio Basso aus Padua für sich entscheiden. 

Einwände werden berücksichtigt oder abgewiesen

Doch die Umsetzung des Bauvorhabens gestaltete sich aus raumordnerischer Sicht komplex. Grund dafür waren unter anderem Einwände der Gemeinde Bozen sowie von Anrainern. Mit diesen hat sich die zuständige Behörde, die Landeskommission für Natur, Landschaft und Raumentwicklung eingehend befasst. Sie hat einige der Kritikpunkte angenommen, andere abgewiesen und den Durchführungsplan für die Zone übergemeindlicher öffentlicher Einrichtungen zwischen Rittner- und Raiffeisenstraße überarbeitet.

Den Vorschlag der Kommission für Raumentwicklung hat sich die Landesregierung nun zu eigen gemacht und den entsprechenden Durchführungsplan genehmigt. "Somit kann nun die Ausführungsplanung für das neue Landhaus anlaufen", kündigte Landeshauptmann Kompatscher an. 

Wie teuer ist der Neubau?

Dass künftig 800.000 Euro gespart werden sollen, ist nun klar. Doch wie viel der Neubau kosten soll, das wurde bei der Pressekonferenz auch auf Nachfrage nicht verraten. Nur soviel: Es werde durch den Bau viel Geld gespart. 

stol/lpa/ker

stol