<BR /><BR />Rund 150 ehemalige Angestellte des Gesundheitsbezirkes waren der Einladung des Pensionistenvereins FARMAT gefolgt. Bezirksdirektor Gerhard Griessmair nannte es ein „gutes Zeichen“, wenn jene, die er in die Pension verabschiede, sagen, sie würden den Beruf wieder ergreifen. Griessmair informierte die Pensionisten über die neuesten Entwicklung am Krankenhaus und wünschte allen, dass sie bei guter Gesundheit bleiben.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1228566_image" /></div> Eigentlich habe er, als Jurist, Richter werden wollen, erzählt Eduard Stoll, mit 88 Jahren der älteste Teilnehmer. Am 16. Juli 1969 trat er dann jedoch seinen Dienst als Verwaltungsdirektor des Gesundheitsbezirkes Bruneck an – am selben Tag, an dem Neil Armstrong zum Mond startete. „Von meinem Dienstantritt nahm folglich kein Journalist Notiz – da war ich schon etwas gekränkt“, witzelte Stoll. Er erinnerte sich an mehrere Gesundheitsreformen, an die Erweiterung des Krankenhauses in vier Bauabschnitten, an die erste Rohrpostanlage Südtirols – und an das Wunder, das 1975 zur Seligsprechung von Josef Freinademetz geführt hat: die Heilung des vierjährigen Heinrich Mutschlechner im Brunecker Krankenhaus. „In meinen 27 Dienstjahren war es mir ein Anliegen, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Ärzte und Pflegekräfte zum Wohl der Patienten gut arbeiten können“, sagte Stoll.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1228569_image" /></div> Auch Gottlieb Kirchler aus Olang hat mehrere Reformen miterlebt. Seit Jänner 1977 war er im Krankenhaus tätig, unter anderem als Leiter der Personalabteilung. Seit 2008 genießt er die Pension – „ich werde also nächstes Jahr volljährig in der Rente“, lacht er. „Es ist ganz einmalig, so viele von früher wieder zu sehen. Die allermeisten erkenne ich wieder, nur der Name fällt mir manchmal nicht sofort ein“, sagt er.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1228572_image" /></div> Dr. Agnes Mayr, frühere Primarärztin im Labor, trat 2012 ihren Ruhestand an. Seit 1980 war sie in Bruneck tätig, davor im Krankenhaus Bozen. „Mit einigen Kolleginnen und Kollegen von damals bin ich regelmäßig in Kontakt“, erzählt sie. Zum Pensionistentreffen sei sie gerne gekommen, „um auch jene wiederzusehen, die man aus den Augen verloren hat“ und um der verstorbenen Kolleginnen und Kollegen zu gedenken.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1228575_image" /></div> Annemarie Steger aus St. Johann ist seit zwei Jahren in Pension, nach 37 Jahren als Verwaltungsangestellte. „Ich kenne hier beim Pensionistentreffen fast jeden – vielleicht ein Dutzend, die mir bei meiner Arbeit nicht begegnet sind“, erzählt sie. Mit den engsten Kollegen sei sie auch sonst noch in Kontakt, „aber sich im größeren Kreis wiederzusehen und auszutauschen, ist einfach schön.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1228578_image" /></div> Josef Unteregelsbacher war 15 Jahre Pfleger auf der Chirurgie und 20 Jahre Pflegedienstleiter. Seit 2007 ist er in Pension. „Bald danach haben wir den Pensionistenverein gegründet“, erzählt er. Und ihm den passenden Namen „FARMAT“ (Feierabend) gegeben. Der Verein, dessen Vorsitzender er ist, organisiert regelmäßig Aktivitäten für die Pensionistinnen und Pensionisten, „so bleibe ich mit vielen in Kontakt. Einige habe ich aber tatsächlich seit dem letzten Treffen vor sechs Jahren nicht mehr gesehen.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1228581_image" /></div> Als Konditor war Raimund Unterberger aus Rasen 23 Jahre lang in der Küche des Krankenhauses tätig. Vor 13 Jahren ist in in in Pension gegangen. „450 Leute haben jeden Tag in der Mensa gegessen“, sagt er. Süßes sei da immer sehr gefragt gewesen. Viele der ehemaligen Bediensteten kennt er deshalb vom Sehen aus der Mensa. Beim Pensionistentreffen saß er am „Küchentisch“, die Küche sei nämlich sehr gut vertreten – und man habe sich einiges zu erzählen, sagt er. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1228584_image" /></div> Zwölf Jahre im Sekretariat der Augenambulanz und fünf Jahre in jenem der Gynäkologie hat Ingrid Pescolderung aus Bruneck gearbeitet. Seite 16 Jahren ist sie jetzt in Pension. „Ich denke oft und gerne an die Arbeitsjahre zurück, wir hatten ein schönes Miteinander“, sagt sie. Aber sie sei dann auch gerne in Pension gegangen. Jetzt ist sie Schriftführerin im FARMAT-Verein und da gebe es sehr viel zu organisieren, sagt sie.