Mittwoch, 03. Juli 2019

Ein Toter bei Vulkanexplosion auf Stromboli

Nach einer Explosion des Vulkans Stromboli auf der gleichnamigen Insel ist am Mittwoch ein Sizilianer ums Leben gekommen. Er befand sich auf einem Hang des Vulkans unweit der Spitze, als sich die Explosion ereignete. Eine weitere Person wurde verletzt, teilte die Feuerwehr nach Medienangaben mit. Nach einer heftigen Explosion im Inneren des Vulkan wurden brennende Gesteinsbrocken ausgestoßen.

Eine heftige Explosion auf Stromboli hat ein Todesopfer gefordert und viele Touristen in Panik versetzt. - Foto: ansa
Eine heftige Explosion auf Stromboli hat ein Todesopfer gefordert und viele Touristen in Panik versetzt. - Foto: ansa

Die Teile fielen zum Schock der Touristen auf verschiedene Teile der Insel und lösten Brände aus. Einige verschreckte Urlauber sprangen angesichts des Feuerregens ins Wasser, andere verschanzten sich in ihren Wohnungen. Einige Touristen verließen an Bord von Schiffen die Vulkaninsel. Die Feuerwehr und Canadair-Flugzeuge waren im Einsatz, um die Brände zu löschen.

Die beeindruckende Rauchwolke von einem Boot aus fotografiert. - Foto: ansa

Eine Rauchwolke erhob sich über der Insel. „Die Hälfte der Insel ist wegen des Rauchs nicht zu sehen“, berichteten Zeugen auf der nahe gelegenen Insel Lipari.

Der Stromboli gehört zu den aktivsten Vulkanen in Italien und bildet eine kleine Insel vor Sizilien. Nur etwa 500 Menschen wohnen permanent auf der Insel, jedoch kommen im Sommer sehr viele Touristen. 

Der gut 900 Meter hohe Stromboli liegt auf der gleichnamigen Insel im Mittelmeer, rund 100 Kilometer nördlich der sizilianischen Küste. Er darf nur mit Führer bestiegen werden.

Seit mehr als 2000 Jahren gerät das Gestein unter dem Liparischen Archipel, zu dem Stromboli gehört, in regelmäßigen Abständen in Bewegung. Kleinere Eruptionen gibt es auf der süditalienischen Insel im Rhythmus von etwa zehn Minuten.
Ein großer Ausbruch des Stromboli ereignete sich am 29. Dezember 2002. Damals rutschte ein zwei Millionen Kubikmeter großer Felshang vom Kegel des Hauptkraters ins Meer und löste eine bis zu zehn Meter hohe Flutwelle aus, die auch die Nachbarinseln Lipari und Panarea erfasste. Wie durch ein Wunder wurden dabei nur wenige Menschen verletzt. Die Behörden ließen Stromboli für mehr als zwei Monate evakuieren.

apa/dpa

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stol