Dienstag, 13. April 2021

Ein Toter nach Schüssen an Schule in Tennessee

Bei einer Schießerei an einer Schule im US-Staat Tennessee ist am Montag (Ortszeit) nach Angaben der Polizei ein Schüler getötet worden. Er habe aus der Toilette der Austin-East Magnet High School heraus das Feuer auf die Polizei eröffnet und einen Beamten dabei verletzt. Einer der Polizisten habe das Feuer erwidert und den Schüler tödlich getroffen. Der verwundete Polizeibeamte musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Hintergründe der Tat waren zunächst völlig unklar.

Seit Mitte März kam es bereits zu mehreren Zwischenfällen mit Waffengewalt in den USA.
Seit Mitte März kam es bereits zu mehreren Zwischenfällen mit Waffengewalt in den USA. - Foto: © APA (AFP/@Knoxville_PD Twitter account) / -
„Der Verdächtige wurde am Tatort für tot erklärt und als Schüler der Austin-East Schule identifiziert“, erklärte der Direktor der Untersuchungskommission, David Rausch, am Abend auf einer Pressekonferenz. In ersten Polizeimeldungen hatte es geheißen, es lägen Angaben über mehrere Schussopfer vor. Die Ermittlungen zum Fall dauern an.

Das Kriminalamt von Tennessee (TBI) teilte mit, Polizisten seien wegen Berichten über eine möglicherweise bewaffnete Person in die High School gerufen worden. Als die Sicherheitskräfte die Anlage betreten hätten, habe der Verdächtige Schüsse abgegeben und einen Polizisten angeschossen.

Er wurde mit nicht lebensgefährlichen Verletzungen ins Spital gebracht. „Ich habe ihm dafür gedankt, dass er sein Leben aufs Spiel gesetzt hat, um Schüler und Mitarbeiter der Schule zu schützen,“ sagte die Bürgermeisterin des Ortes, Indya Kincannon, dem Nachrichtensender CBS News.

Mehrere Fälle mit Waffengewalt seit Mitte März

In den USA kommt es immer wieder zu tödlichen Schusswaffenangriffen in Schulen. So hatte etwa im Februar 2018 ein 19-Jähriger an seiner früheren Schule in Parkland (Florida) das Feuer eröffnet und 17 Menschen getötet.

Generell kommt es seit Mitte März zu mehreren Zwischenfällen mit Waffengewalt. Im Großraum Atlanta wurden 8 Menschen in Massagesalons getötet. In Boulder im Bundesstaat Colorado starben 10 Menschen bei Schüssen in einem Supermarkt. In Orange in Kalifornien kamen in einem Bürogebäude 4 Menschen ums Leben, darunter ein 9-Jähriger. In einer Fabrik in Texas erschoss vergangene Woche ein Mitarbeiter einen Mann und verletzte sechs weitere, bevor er festgenommen wurde.

apa