Sonntag, 07. April 2019

Ein Toter und vier Verletzte bei Schießerei in Dänemark

Bei einer mutmaßlichen Auseinandersetzung zwischen zwei kriminellen Banden ist nördlich von Kopenhagen ein 20-jähriger Mann erschossen worden. Vier weitere Männer im Alter zwischen 20 und 27 Jahren seien am Samstagabend durch Schüsse verletzt worden, sagte Lau Thygesen von der Polizei Nordseeland. Nach einer oder mehreren Personen wird gefahndet. 14 Männer wurde nach Polizeiangaben festgenommen.

Ein Mann kam bei dem Gewaltakt ums Leben.
Ein Mann kam bei dem Gewaltakt ums Leben. - Foto: © shutterstock

Es werde nun genauer geprüft, in welcher Verbindung sie zu dem Vorfall stehen. Die Polizei vermute, dass es sich um eine Auseinandersetzung zwischen zwei lokalen Banden handelte, sagte Lau Thygesen von der Polizei Nordseeland am späten Abend auf einer Pressekonferenz in der Stadt Helsingør. Die Verletzten wurden im Krankenhaus behandelt; Lebensgefahr bestand laut Polizei nicht. Unter ihnen sind wohl keine unbeteiligten Passanten.

Die Schüsse waren am frühen Abend in der Gemeinde Rungsted im Nordosten der dänischen Insel Seeland (Sjælland) gefallen. Auf Aufnahmen vom Tatort war im Anschluss zu sehen, dass mehrere Rettungs- und Polizeiwagen in einer Kurve einer Küstenstraße standen. Im Hintergrund war ein Hubschrauber zu hören. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Sie sperrte den mutmaßlichen Tatort ab und bat Anrainer, in ihren Häusern zu bleiben.

Rungsted ist Teil der Stadt Hørsholm und liegt rund 30 Kilometer nördlich von Kopenhagen. In der dänischen Hauptstadt sind mehrere Gangs aktiv. Knapp zehn Kilometer nördlich von Rungsted befindet sich das bekannte Kunstmuseum Louisiana, etwas weiter Richtung Norden zudem die Stadt Helsingør mit ihrem Schloss Kronborg, in dem William Shakespeare einst seine Tragödie „Hamlet” spielen ließ.

apa/dpa

stol