Sonntag, 26. Juli 2015

Ein Weltrekord in Bozen

Am Sonntag wurde an der Freien Universität Bozen ein neuer Rekord im Bücherdomino gebrochen: 6631 Bücher fielen über die Stockwerke der Universitätsbibliothek und haben damit den bisherigen Weltrekord von 5337 Bücher getoppt. Letzterer wurde von der Universitätsbibliothek St. Gallen gehalten.

Dominorekord in Bozen. Foto: Uni BZ
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Dominorekord in Bozen. Foto: Uni BZ

Der Hintergrund für den Versuch, den Weltrekord zu brechen, liegt in der Umgestaltung der Bozner Freihandbibliothek: „Weg von der klassischen Ausleihbibliothek und hin zur Bibliothek als Lernort geht die Tendenz“, erläutert Bibliotheksleiterin Gerda Winkler.

„Schon seit längerem standen wir vor dem Problem, dass die Leseplätze in der Bibliothek in der Prüfungssession knapp wurden. Deshalb schaffen wir nun neuen Raum und ziehen einen Großteil der Bücher ins Archiv.“

Dieser Neuorganisation der Bibliothek ging das Bücherdomino voraus – der Rekordwille darin ist seit Jahren ungebrochen, so konnte man im Jahr 2013 noch mit 2712 Bücher einen Weltrekord aufstellen. Nachdem die Universitätsbibliothek St. Gallen im vergangenen Jahr fast doppelt so viele Bücher erfolgreich zu Fall gebracht hat (5337 Bücher), lag die Latte für die Universitätsbibliothek Bozen hoch.

Die Bibliothek der Freien Universität Bozen hat mit 6631 Büchern einen neuen Weltrekord aufgestellt, hat diesen aber, wie auch die Bibliothek St. Gallen, aufgrund der hohen Kosten nicht im Guinness-Buch der Rekorde registrieren lassen.

Fünf Minuten für den Rekord 

Ein Team der Austria Domino Art und eine Gruppe freiwilliger Helfer der Freien Universität Bozen haben an diesem Wochenende die 6631 Bände in stundenlanger konzentrierter Präzisionsarbeit entlang der vorgegebenen Linien und Muster aufgestellt. Um 12.30 Uhr wurde das erste Buch von der Bibliotheksleiterin Gerda Winkler angestoßen. Die fallenden Bände bildeten am Ende das Logo der Freien Universität Bozen ab.

„Das Event zeigt symbolisch die sich verändernde Bibliothekskultur, weg vom klassischen Buch und hin zur Digitalen Bibliothek“, so Gerda Winkler.

Das ganze dauerte etwa fünf Minuten.

stol

stol