„Es geht darum, die Sicherheit der Beamten zu erhöhen. Die Einsätze haben sich mittlerweile geändert, die Menschen sind heute viel aggressiver und gehen teilweise auch auf die Polizisten los“, erklärte Vizebürgermeister Stephan Konder. „Die Stadtpolizisten riskieren teilweise ihr Leben, nur weil einige Wahnsinnige in der Gegend rumlaufen. Das müssen wir schleunigst ändern.“<BR /><BR />Konder wolle dieses Thema künftig wieder in den Stadtrat bringen. Wieder deshalb, weil bereits in der vorherigen Amtszeit über das Thema „Taser“ für die Stadtpolizei debattiert wurde – damals ohne Erfolg.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1216677_image" /></div> <BR />Stattdessen entschied man sich im März 2022 dazu, die Beamten mit sogenannten „BolaWraps“-Geräten auszurüsten – eine Art Fessel, die aus bis zu sieben Metern Entfernung abgeschossen werden kann und sich um die Füße des potenziellen Angreifers wickelt und ihn so – zumindest vorerst – außer Gefecht setzen soll.<h3> Geteilte Meinungen über „Taser“</h3>Fakt ist: Die Beamten der Staatspolizei nutzen die Elektroschockpistole seit Juli 2022. In den letzten Wochen und Monaten gab es auf gesamtstaatlicher Ebene jedoch einige Fälle, bei denen Personen verstarben, nachdem Beamte ihren „Taser“ gegen sie eingesetzt hatten. Das sorgte für jede Menge Gesprächsstoff, ob und inwieweit der Einsatz der Elektroschockpistole sinnvoll sei.<BR /><BR />„Wir haben in unserem Koalitionsprogramm vorgesehen, die Sicherheit der Stadtpolizei mit einem zusätzlichen Gerät zur eigenen Verteidigung weiter zu erhöhen“, erklärte Bürgermeister Claudio Corrarati gestern. Die „BolaWraps“, die die Beamten derzeit bei sich tragen, weisen nämlich Mängel auf. „Leider hat sich in der Praxis gezeigt, dass dieses Gerät nicht immer gut funktioniert. Eine Elektroschockpistole würde den Polizisten helfen, sich besser verteidigen zu können“, betonte der Bürgermeister. Nun gelte es, den Vorschlag zu prüfen und darüber zu diskutieren.