Freitag, 18. Januar 2019

Einbruchserie in Brixen

Die Einbruchserie in Brixen reißt nicht ab: Am Sonntagnachmittag drangen Unbekannte in eine Wohnung in der Ingenieur-Etzel-Straße und in 3 Wohnungen in der Plosestraße ein. Am Mittwoch wurde eine Wohnung am Weinbergweg Ziel von Einbrechern.

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Foto: © shutterstock

„Das Vorgehen ist immer dasselbe: Die Täter suchen sich Wohnungen im Erdgeschoss oder im ersten Stock aus und steigen dann über ein Fenster oder eine Balkontür ein“, berichtete Gernot Wieland, Vizekommandant der Stadtpolizei Brixen gegenüber dem Tagblatt „Dolomiten“.

In den Wohnungen haben es die unbekannten Täter laut Wieland auf Bargeld und Schmuck abgesehen. Elektronische Geräte oder Kunstgegenstände lassen sie unbeachtet. Tatzeit ist meist kurz vor oder nach Einbruch der Dunkelheit. Dabei schrecken sie auch nicht davor zurück, dass Menschen in der Wohnung sind.

„In einer Wohnung in der Plosestraße saß ein älterer Bewohner vor dem Fernsehapparat und bemerkte den Einbruch erst, als die Täter wieder weg waren“, berichtet Wieland.

Jeden Einbruch zur Anzeige bringen

Er appelliert an alle Opfer, sofort den Einbruch bei den Ordnungskräften anzuzeigen. „Nur so haben wir eine Chance, die Täter endlich dingfest zu machen. Denn vielleicht haben sie gerade in dieser Wohnung einen entscheidenden Hinweis hinterlassen“, erklärt Wieland. Ohne Anzeige seien den Ordnungskräften die Hände gebunden, unterstreicht er.

Durch die wiederholten Einbrüche setzt nun auch die Gemeinde Brixen auf Maßnahmen für mehr Sicherheit, die Bürgermeister Peter Brunner und der Stadtrat gestern in einer Pressekonferenz vorgestellten.

Seit dieser Woche sind laut Wieland und Stadtrat Thomas Schraffl wieder die Stadtviertelpolizisten verstärkt im Einsatz. „Meist der selbe Stadtpolizist ist regelmäßig in einem Stadtviertel unterwegs, um mit den Bewohnern in Kontakt zu treten, Meldungen aufzunehmen und die Umgebung zu überwachen“, erklärte Schraffl. Derzeit sind 2 Stadtviertelpolizisten im Rosslauf und in Milland eingesetzt.

31 Kameras sind in Betrieb

„Wir laden die Bürger ein, das Gespräch mit unseren Stadtviertelpolizisten zu suchen und ihnen Auffälliges zu melden“, betont Wieland. Die Stadtviertelpolizisten seien Vertrauenspersonen, die mit der Bevölkerung zusammenarbeiten, um mehr Sicherheit vor Ort zu gewährleisten.

Zudem wird Brixen die Videoüberwachung weiter ausbauen. Seit 2 Jahren erweitert die Gemeinde mit den Stadtwerken das Videoüberwachungsnetz. Heute sind auf dem Gemeindegebiet insgesamt 31 Überwachungskameras installiert. Zuletzt wurden Videokameras auf dem Domplatz, in der Feldthurner Straße, in der Vinzenz-Gasser-Straße, im Weinbergweg, im Angerweg, im Kampillweg, bei der Grundschule Waldner und im Vintlerweg angebracht. Eine weitere Kamera wird in Kürze beim Kondominium Stoan in Betrieb genommen.

„Die Videoüberwachung ist eine von mehreren Maßnahmen, mit der wir als Gemeinde für mehr Sicherheit sorgen wollen“, betonte Stadtrat Schraffl und verwies darauf, dass viele Kameras auf Wunsch und in Absprache mit betroffenen Anrainern installiert wurden. Auch an der Ortseinfahrt in Albeins ist eine Überwachungskamera geplant.

Bürgermeister Peter Brunner erklärte, dass die Gemeinde in ständigem Kontakt mit den anderen Ordnungskräften sei, um eine verstärkte Überwachung der Wohngebiete zu veranlassen und weitere Maßnahmen zu prüfen. Zudem werde man zusammen mit den Ordnungskräften weiterhin auf Information und Sensibilisierung setzen, etwa im Rahmen von Bürgersammlungen und Treffen mit der Bevölkerung, betonte Brunner.

D/mpi

stol