Denn die drei mutmaßlichen Täter, die auf Videoaufnahmen des Zeitungsladens zu sehen seien, haben vor der Geschäftstür brennbare Flüssigkeit ausgeschüttet, die in den Laden floss, und haben diese entzündet.<BR /><BR />Laut der Tabaktrafik-Besitzerin haben die drei Kriminellen versucht, über ein ebenerdiges Seitenfenster in den Zeitungsladen einzudringen. Als sie die Jalousien aufgebrochen hatten, mussten sie feststellen, dass das Fenster dahinter zugemauert war. <BR /><BR />Wie auf den Videoaufnahmen zu sehen sei, haben die drei Kriminellen – zwei dunkler und einer heller Hautfarbe – dann aus Wut brennbare Flüssigkeit vor der Eingangstür des Geschäfts ausgeschüttet und angezündet. Die Flüssigkeit war unter der Türritze in den Laden geflossen und mit ihr fraß sich auch das Feuer hinein. Glücklicherweise habe die Flüssigkeit – vermutlich Benzin – im Ladeninneren nicht die Zeitungsstapel erreicht, sonst hätte wohl nicht nur die Tabaktrafik lichterloh gebrannt.<BR /><BR />Es war ein Kunde, der sich gegen 23.20 Uhr Zigaretten aus dem Automaten ziehen wollte, der den Brand entdeckt und Alarm geschlagen hatte. Unverzüglich rückten die Feuerwehren von Untermais, Meran und Gratsch mit rund 35 Wehrmännern samt Hubsteiger und Drehleiter aus. Um in das Innere des Zeitungs- und Tabakwarenladens zu kommen, musste das Rollgitter aufgesägt werden. Wegen der starken Rauchentwicklung konnten die Feuerwehrleute nur unter schwerem Atemschutz die Tabaktrafik betreten.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1359480_image" /></div> <BR /><BR />„Das Geschäftsinnere war voller dichtem Rauch. Als wir den Laden hineingelangten, war das Feuer glücklicherweise schon von selbst erloschen“, sagt der Kommandant der Feuerwehr Untermais, Thomas Zwischenbrugger. Da der Rauch durch das Stiegenhaus die oberen Stockwerke erreicht hatte, kontrollierten die Atemschutztrupps in der Villa Trostburg auch alle Wohnungen. „Evakuieren mussten wir das Haus glücklicherweise nicht“, sagt Zwischenbrugger. Zudem wurde das Haus belüftet.<BR /><BR />Die Berufsfeuerwehr Bozen und die Carabinieri Meran haben Ermittlungen aufgenommen. Dabei dürften die Aufnahmen der internen Videoüberwachungsanlage des Zeitungs- und Tabakladens sehr hilfreich sein.<BR /><BR />Die Besitzerin appelliert an die Stadt und die Sicherheitskräfte diesen Stadtteil genauer im Auge zu behalten. „Denn hier biwakieren Leute in der Nacht. Wir fühlen uns alleingelassen, haben Angst und können nicht mehr“, sagte Leggieri heute zum Fernsehsender TV33. Sie fordert u.a. Videokameras am Kofler-Platz.