Zwei weitere Jubiläen feiert die Musikkapelle noch in diesem Jahr: 125 Jahre Sepp Thaler und 50 Jahre Vereinsfahne.<BR /><BR />In ihrer wechselvollen und bewegten Geschichte gab es für die Musikkapelle Auer Höhen und Tiefen. Nicht immer konnte es Fortissimo sein, wie Dekan Christoph Schweigl bemerkte. Doch der Zusammenhalt ist und war immer groß; geprägt von Werten wie Freude zur Musik, Gemeinschaft, Tradition, Glaube und Ehrenamt: Die Feierlichkeiten zum runden Jubiläum begannen auf dem Kirchplatz, wo Dekan Christoph Schweigl den Festgottesdienst feierte. Er lobte und gratulierte der Musikkapelle Auer. „Unsere Musikkapelle hat Generationen von Menschen begleitet“, sagte er in seiner Predigt und fügte hinzu: „Sie ist Ausdruck von Gemeinschaft und Heimat wie auch von gelebtem Glauben“. Daher sei sie eine „besondere Kapelle“.<BR /><BR />Der Dekan erinnerte auch an das Wirken von Sepp Thaler, der am 9. Juni 1901 in Auer geboren wurde und 58 Jahre lang die Musikkapelle seines Heimatdorfes leitete. Der Komponist und Kapellmeister verstarb am 10. März 1982; er hinterließ aber ein wichtiges musikalisches Erbe, das weit über die Grenzen Südtirols geschätzt wird. Am 9. Juni wird auf dem Kirchplatz in Auer ein Geburtstagskonzert veranstaltet, mit dem Auftritt der Musikkapelle, des Kirchenchores und des Männergesangsvereins Kurtatsch. <BR /><BR />Auch die Fahne, die 1976 eingeführt wurde, feiert heuer ein rundes Jubiläum. Gedankt wurde Fahnenpatin Hedwig Lona.<BR /><BR />Nach dem Festgottesdienst marschierten die Musikanten und Ehrengäste sowie viele Mitbürger zum Heinrich-Lona-Platz. Dort gab es gleich eine Überraschung: Die Banda Folk di Folgaria zeigte eine musikalische Marschformation, mit welcher sie ein Herz abbildete. „Das widmen wir der Jubelkapelle“, sagte Stabführer Giuseppe Ferraro. „Dass ein Verein 225 Jahre besteht, ist nicht so selbstverständlich“, sagte Obmann Thomas Rech anschließend in seiner Rede und fügte hinzu: „Dahinter stehen Generationen von Menschen, denen Musik, Tradition und Gemeinschaft am Herzen liegen“. <BR /><BR />Der Obmann dankte allen Vereinen und Organisationen sowie den Musikanten, welche das Fest organisatorisch und finanziell unterstützt haben. „Die Zusammenhalt zwischen den Vereinen sei in Auer lebendig; die Hilfe beim Fest sei das beste Beispiel dafür“, so Rech. <BR /><BR />Bürgermeister Martin Feichter dankte der Musikkapelle Auer für die Tätigkeit zugunsten der Dorfgemeinschaft. Sie begleite viele kirchliche und weltliche Feiern das ganze Jahr über. Der Bürgermeister hob speziell hervor, dass das Ganze ehrenamtlich erfolge. <BR /><BR />Die Grußworte und Glückwünsche der Landesregierung überbrachte die Landeshauptmannstellvertreterin Rosmarie Pamer. Sie verwies darauf, dass in der Musikkapelle gemeinsames Denken im Vordergrund steht. Das sei zur heutigen Zeit, geprägt vielfach von Individualismus, nicht so selbstverständlich. Eine kurze Rede hielt auch Pepi Ploner, der Obmann des Verbandes Südtiroler Musikkapellen. „225 Jahre feiert man nicht jeden Tag; daher großen Glückwunsch an die Musikkapelle Auer“, sagte er.