Beste Chancen, sagt man, habe Vera Malleiner. Sie ist Direktionsreferentin bei der Meraner St.-Josef-Klinik mit politischer Vergangenheit als Geschäftsführerin der SVP-Frauen.<BR /><BR />Die RAS wurde 1975 mit dem Auftrag gegründet, Südtirol mit den Hörfunk- und TV-Programmen aus dem deutsch- und ladinischsprachigen Ausland zu versorgen. Für die Verbreitung der 20 Fernseh- und 22 Hörfunkprogramme betreibt die RAS an 120 Sendestandorten rund 1.000 Sende- und Richtfunkgeräte.<BR /><BR />Präsident der RAS ist seit 2017 Peter Silbernagl, doch jetzt muss er nach neun Jahren aufgrund der Beschränkung auf drei Mandate in Landesgesellschaften abtreten. Sein Auftrag erlischt mit der Genehmigung der RAS-Bilanz 2025 von 7,2 Millionen Euro durch die Landesregierung. Dann ernennt die Landesregierung die Nachfolge.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1322952_image" /></div> <BR /><BR />Über den Namen schweigt sich der Landeshauptmann aus. Indiskretionen zufolge will er der Landesregierung aber eine Frau vorschlagen. Die besten Karten werden Vera Malleiner zugeschrieben. Sie ist Direktionsassistentin bei der St.-Josef-Privatklinik in Meran und war von 2003 bis 2014 Geschäftsführerin der SVP-Frauen. Dazwischen war sie für den Softwareentwickler „Coolorange“ in Lana im Verwaltungsbereich tätig. Malleiner beschreibt sich selbst als „Allrounderin mit Lust auf Tun“.<BR /><BR />Das Amt des RAS-Präsidenten ist aktuell mit 50.000 Euro brutto jährlich dotiert. Der Präsident haftet mit seiner Unterschrift, für das operative Geschäft ist jedoch Direktor Georg Plattner zuständig. Silbernagl war kein Full-Time-Präsident, sondern ist im Hauptberuf Direktor des Kulturinstituts. Seinen Auftrag verstand er als Vermittler zwischen Direktion und Belegschaft und Landesverwaltung – ein Netzwerker eben. Unter Silbernagl ist die Eigenwirtschaftlichkeit der RAS stark gestiegen. Vier von sieben Millionen Euro in der Bilanz bringt die RAS selbst auf, indem sie Masten für Mobilfunk und Radio anderen Anbietern gegen Entgelt zur Verfügung stellt. Auch lokale TV-Programme laufen auf dem RAS-Kanal.