„Dafür ist die Zeit leider zu knapp“, erklärte Bozens Mobilitäts-Stadträtin Johanna Ramoser gestern auf Anfrage.<BR /><BR />Die Genossenschaft Radio Taxi Bozen fordert bereits seit Jahrzehnten neue Lizenzen für die Landeshauptstadt – bisher ohne Erfolg. Aktuell gibt es 50 Taxilizenzen in der Stadt. „Wir brauchen unbedingt neue Lizenzen. Derzeit kann der Mindestdienst der Taxis nicht aufgestockt werden“, hatte Erich Vigl von der Taxi-Genossenschaft im Juli gegenüber s+ erklärt.<h3> „Lizenzen können Anfang 2026 ausgeschrieben werden“</h3>Wie Claudio Dal Gobbo, Vizepräsident der Genossenschaft, gestern erklärte, lag der Anteil der wegen nicht einsatzbereiter Taxis ausgefallenen Fahrten im Vorjahr bei 12 Prozent. Bei insgesamt rund 200.000 Fahrten entspricht das etwa 24.000 nicht zustande gekommenen Fahrten.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1240074_image" /></div> <BR />Laut Stadträtin Ramoser „können die zehn neuen Lizenzen im Jänner oder Februar 2026 ausgeschrieben werden“. Eigentlich hatte der Bozner Gemeinderat die neuen Lizenzen bereits im Februar dieses Jahres genehmigt. Weil sich die Stadtverwaltung und die Taxifahrer uneinig über eine Reform des Taxi-Reglements waren, verzögerte sich die Ausschreibung. Anschließend wurde im Mai ein neuer Gemeinderat gewählt – die Taxikommission wurde erst im Spätsommer wieder eingesetzt.<h3> Erweiterung des Dienstes durch sechs Ersatzfahrer</h3>Es gibt aber auch gute Nachrichten zu vermelden: „Ab sofort gibt es sechs neue Ersatzfahrer, wodurch der Taxidienst in Bozen erweitert werden kann“, betonte Stadträtin Ramoser. Dazu mussten die sechs Interessierten zwei Prüfungen ablegen – zunächst eine in der Handelskammer, dann eine im Rathaus.<BR /><BR />„Die Ersatzfahrer, wie sie in der Fachsprache genannt werden, können nun einen Taxifahrer ablösen und mit dessen Fahrzeug Dienste absolvieren, sobald der Taxifahrer seinen Dienst beendet“, erklärte Dal Gobbo gestern. Ob die sechs Fahrer auch an einer Taxilizenz interessiert sind, sofern diese ausgeschrieben werden, ist nicht bekannt. Sollten sie Interesse haben, müssten sie zuerst noch eine weitere Prüfung bestehen.<BR /><BR />„Die Ersatzfahrer könnten aktuell bereits die Lizenz eines Taxifahrers übernehmen, sollte dieser etwa die Pensionierung antreten“, unterstrich Dal Gobbo.