Montag, 03. Januar 2022

Es wird immer schwieriger, die Dienste zu garantieren

Eine Million der knapp 60 Millionen Italiener sind aktuell infiziert. Insgesamt 2,5 Millionen Bürger sind in Quarantäne, weil sie sich angesteckt haben oder mit positiv getesteten Personen in Kontakt waren. Die kommenden Tage werden daher für die Aufrechterhaltung der wesentlichen öffentlichen Dienste schwierig.

Wegen der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen in Italien, werden die kommenden Tage  für die Aufrechterhaltung der wesentlichen öffentlichen Dienste schwierig.
Wegen der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen in Italien, werden die kommenden Tage für die Aufrechterhaltung der wesentlichen öffentlichen Dienste schwierig. - Foto: © shutterstock
Der Nahverkehr wird durch Personalausfälle gebremst. Probleme gibt es auch im öffentlichen Dienst, bei der Müllabfuhr und in Spitälern.


Wegen der vielen Ansteckungen und der daraus folgenden Quarantänepflicht befürchten einige Regionen, dass ihnen das Personal in mehreren Bereichen der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens ausfällt.

Bei der norditalienischen Bahngesellschaft Trenord wurden vergangene Woche Hunderte Züge gecancelt, weil 12 Prozent der 1300 Lokführer und Schaffner positiv auf das Coronavirus getestet wurden. So konnte Trenord die 1800 täglichen Bahnverbindungen nicht garantieren, die über die Weihnachtsfeiertage erforderlich waren. Die Bahngesellschaft Trenitalia musste fünf Prozent der Regionalzüge streichen.


10.000 positiv getestete Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger in den Spitälern waren schwer zu ersetzen. Auch das Personal in Altersheimen ist knapp geworden. Befürchtet wird auch der Ausfall zahlreicher Lehrer zum Schulbeginn kommende Woche. Auch der Großhandel ist mit Engpässen beim Personal konfrontiert, berichteten italienische Medien.


In der anhaltend schlechten Pandemielage hatte Italiens Regierung vergangene Woche die Quarantänepflicht gelockert. Für Geimpfte entfällt die Quarantäne allerdings nur, wenn sie geboostert sind oder die zweite Impfung nicht länger als 120 Tage zurückliegt. Die Betroffenen müssen nach dem Kontakt mit Infizierten auf jedem Fall 10 Tage lang FFP2-Maske tragen.


Wer Symptome zeigt, muss außerdem einen PCR- oder Antigen-Schnelltest machen.

Für Ungeimpfte, die Kontakt mit einem Infizierten hatten oder sich angesteckt haben, bleibt die Quarantäne von 10 Tagen bestehen.

Die Regierung beschloss in dem Dekret außerdem, die vorsorgliche Quarantäne für Geimpfte und Genesene auszusetzen, die engen Kontakt mit einer nachweislich positiv-getesteten Person hatten.

apa

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