Was war geschehen? <BR /><BR />Der ortsunkundige Fahrer war mit dem Mädchen in die falsche Fraktion der Gemeinde gefahren und wollte sie dort im falschen Kindergarten abliefern. Rund eine Stunde lang kutschierte er das Mädchen irgendwo zwischen den Fraktionen umher, bis er die inzwischen völlig verwirrte Anna gegen 9.30 Uhr am richtigen Kindergarten absetzte. <BR /><BR />Eltern und Kindergartenpersonal waren in hellster Aufregung und hatten sogar versucht, über den Betrieb die Telefonnummer des Fahrers herauszubekommen. <BR /><BR />„Das sind nach wie vor katastrophale Zustände. Es ist schlimm, dass Eltern Angst haben müssen, ob und von wem ihre beeinträchtigten Kinder abgeholt werden“ ärgert sich Angelika Stampfl, Vorsitzende der Aktiven Eltern von Menschen mit Behinderung.<BR />Das Chaos im Dienst (wir haben berichtet) spiegelt dabei nur das Chaos rund um die gesamte Ausschreibung wider. <BR /><BR />Der Übergang von den vorherigen Konzessionär (Adlatus und Easy Mobil) zum aktuellen (Alpin Bus) läuft nämlich alles andere als rund. So findet die Belegschaftsversammlung, in der die Arbeitnehmer von Adlatus und Easy Mobil über die Details der Sozialklausel informiert werden sollen, erst heute Abend statt. „Wir sind als Gewerkschaften viel zu spät eingebunden worden“, sagen Hans-Joachim Dalsass und Alex Piras vom ASGB, die nach den beiden Treffen mit den alten und dem neuen Anbieter vor allen Dingen die Sorge um die betroffenen Mitarbeiter umtreibt. Insbesondere die geplante Anstellung bei Alpin Bus über den Kollektivvertrag Handel stößt ihnen sauer auf.<BR /><BR />„Wir fordern, dass die Fahrer den richtigen Vertrag für Chauffeurdienste bekommen“, unterstreicht Dalsass. Auch weil über diesen die Zweisprachigkeitszulage ausgezahlt werden könne.<BR /><BR />Nach der heutigen Belegschaftsversammlung, zu der alle interessierten Fachgewerkschaften von ASGB, CGIL/AGB, SGB/CISL, UIL sowie Orsa alle Fahrer der beiden bisherigen Konzessionäre einladen, müssen sich diese jedenfalls über Verbleib oder Wechsel entscheiden, angesichts des anhängenden Rekurses gegen den Ausgang der Ausschreibung nicht ganz einfach. Voraussichtlich Anfang nächster Woche werden die Entscheidungen dann bei einem Termin beim Arbeitsamt hinterlegen (Fahrer, die auf eine Übernahme durch den neuen Anbieter verzichten, müssen dies schriftlich tun). <BR /><BR />Eine Woche nach Start der Beauftragung steht also noch immer in den Sternen, wie viele der Fahrer vom alten zum neuen Anbieter wechseln wollen. Womit keiner der Anbieter derzeit mit fixen Fahrerzahlen planen kann. <BR /><BR />Leidtragende sind Kinder wie Anna und ihre Familien.