„Ich hoffe für die Gemeinde, dass der Nachmieter die Miete auch zahlen kann“, sagt Heiner Oberrauch, Inhaber und Präsident der Oberalp/Salewa Unternehmensgruppe.<BR /><BR />„Wir müssen Ende Jänner, Anfang Februar aus dem rund 200 Quadratmeter großen Geschäft hinaus. In diesen Räumlichkeiten waren wir ewig drinnen, der Mietvertrag stammt noch von meinem Vater“, sagt Heiner Oberrauch. <BR /><BR />Nun ist aber Kehraus im Parterre des Rathauses, denn bei der Ausschreibung habe ein Juwelier mehr als das Dreifache an Miete geboten. <BR /><BR />Der Ausschreibung der gemeindeeigenen Lokale gehe eine Mietschätzung eines externen Fachmannes voraus, der anhand der Mieten der benachbarten Geschäfte eine Mietberechnung vorgenommen hat. „Dieser berechnete eine Monats-Miete von 6533 Euro plus Mehrwertsteuer oder pro Jahr 78.396 Euro immer inklusive Mehrwertsteuer“, sagt Direktorin Angela Musillo vom Vermögensamt. „Wir haben bisher rund 7000 Euro Miete pro Monat bezahlt“, sagt Oberrauch. <BR /><BR />Das Ausschreibungsergebnis war dann ein Paukenschlag. „Es ging ein Mietangebot von 23.495 Euro plus Mehrwertsteuer im Monat ein“, sagt Amtsdirektorin Musillo. Das sind aufs Jahr gerechnet sagenhafte 281.940 Euro immer plus Mehrwertsteuer. Der Vormieter hätte das Recht zum diesem Mietpreis drinnen zu bleiben. Aber Heiner Oberrauch lehnte dankend ab. „Das sind dann 300.000 Euro im Jahr. Da gingen wir nicht nur nicht zu Null aus, sondern würden jedes Jahr einen großen Verlust schreiben. Das wäre untragbar und würde sich nie und nimmer rechnen“, sagt Oberrauch. Da bestehe auch die Gefahr, dass der Mieter das gar nicht lange stemmen könne. „Gut für die Gemeinde, wenn sie diese Miete bekommt. Die Gefahr ist nur, dass ein Mieter das gar nicht lange durchhalten könnte. Ich hoffe nur, dass die Nachmieter länger drinnen bleiben“, meint der renommierte Bozner Geschäftsmann, dem man nicht nachsagen kann, dass er nicht rechnen könne.<BR /><BR />„ C'est la vie“, sagt Oberrauch. MAX & Co. werde nicht aus Meran verschwinden. „Wir sind in Verhandlung. Zwischenzeitlich werden wir MAX & Co. in den Geschäftslokalen von Oberrauch-Zitt integrieren, bis wir eine neue Location haben. Wir werden aber wahrscheinlich in den Lauben bleiben, ganz sicher aber im Stadtzentrum“, sagt Heiner Oberrauch. Er mache der Gemeinde keinen Vorwurf, sie müsse das beste Angebot nehmen. „Leichter ist es mit einem privaten Vermieter, da kann man es sich aushandeln“, so Oberrauch.