Freitag, 04. Mai 2018

Einer von 120 Ehec-Infizierten in den USA gestorben

Ehec-Erreger haben in den USA rund 120 Menschen befallen und einen infizierten Patienten getötet. Aus jedem zweiten der 50 Bundesstaaten seien Fälle gemeldet worden, teilte die Gesundheitsbehörde CDC mit. Offenbar stamme der Erreger aus einem Typ Römersalat aus der Region Yuma, die im Südstaat Arizona an der Grenze zu Mexiko liegt.

In den USA ist eine mit Ehec infizierte Person gestorben.
In den USA ist eine mit Ehec infizierte Person gestorben. - Foto: © shutterstock

Die CDC rief Verbraucher und Restaurants auf, keinen Römersalat aus Yuma zu kaufen oder zu essen. Ehec kann blutige Durchfälle auslösen und in schweren Fällen zu Nierenversagen führen, es gibt aber auch unscheinbare Verläufe. In den USA seien 52 Menschen wegen der Infektion ins Krankenhaus gekommen, 14 davon litten an Nierenversagen, teilte die CDC mit. Der eine Todesfall habe sich in Kalifornien zugetragen.

Mögliche Ursache Salat

Die Website „The Verge“ berichtete, die Salatsaison in Yuma sei vorüber. Der Kopfsalat in Restaurants und Supermärkten sei deshalb unbedenklich oder gebe nur dann Anlass zur Sorge, wenn nicht klar sei, wo genau er angebaut wurde. Die CDC warnte auch vor Salatmischungen, in denen geschnittener Römersalat aus Yuma enthalten ist. „Wenn Sie nicht wissen, ob der Salat in einer Salatmischung enthalten ist, essen Sie sie nicht.“

Aggressiver Erreger

Ehec ist ein oft sehr ansteckender, aggressiver Erreger und eine Sonderform der Kolibakterien. Der schwere Verlauf einer Erkrankung endet in etwa zwei Prozent der Fälle tödlich. 2011 verursachte Ehec in Österreich und Deutschland eine Lebensmittelkrise. Vor allem in Norddeutschland grassierte eine schwere Infektionswelle, Hunderte Menschen erkrankten teils schwer, Dutzende starben.

Ehec-Fälle auch in Südtirol

Letzten Sommer sorgten auch in Südtirol, genauer in Rodeneck in Südtirol mehrere Fälle von Ehec für große Sorge bei den Familien. 4 Kleinkinder mussten mit dem hämolytisch-urämischem Syndrom (HUS) in die Universitätsklinik Innsbruck gebracht werden.(STOL hat berichtet)

apa/stol

stol