Dienstag, 24. Mai 2016

Einer von 50 Unfällen in Südtirol endet tödlich

Das Landesamt für Statistik Astat hat am Dienstag die jährliche Unfallbilanz für 2015 veröffentlicht. Sie zeigt: Einer von 50 Unfällen auf Südtirols Straßen endet tödlich.

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Foto: © APA/EPA

Rund 1700 Verkehrsunfälle mit Toten oder Verletzten gab es 2015 auf Südtirols Straßen zu beklagen. Das heißt im Durchschnitt 4 bis 5 Unfälle am Tag.

Dabei wurden 2.086 Personen verletzt, für 37 der Unfallopfer kam jede Hilfe zu spät.

Hälfte der Unfälle ereignen sich auf Ortsstraßen

Die Hälfte der im Jahr 2015 registrierten Unfälle mit Verletzten oder Toten ereigneten sich auf den Straßen im Ortsbereich. Bei 838 Unfällen wurden 957 Personen verletzt - fast die Hälfte aller Unfall-Verletzten 2015 - und 4 Personen getötet. 

Das geringe Sterberisiko bei Unfällen auf Ortsstraßen sei laut Experten auf die niedrige Fahrgeschwindigkeit von 30 bis 50 Stundenkilometern zurückzuführen.

Auf den Landes- und Staatsstraßen ereigneten sich zwar weniger Unfälle (659), im Verhältnis lag die Anzahl der Verletzten mit 921 Verletzten und 25 Toten wesentlich höher. 

Mehr als die Hälfte der Toten waren Motorradfahrer

Im Jahr 2015 wurden bei Verkehrsunfällen 241 Fußgänger verletzt, 5 sogar getötet. Etwa ein Drittel der verunglückten Fußgänger waren Senioren (65+), 15 Prozent Jugendliche unter 18.

Besonders traurig ist die Bilanz der Motorrad-Unfälle: 513 der im Jahr 2015 Verunglückten waren auf einem Motorrad oder Moped unterwegs. 22 von ihnen überlebten den Unfall nicht. Bei Unfällen mit Pkws waren 2015 891 Verletzte und 7 Tote zu beklagen.

Trunkenheit am Steuer rückläufig - Durchschnitt: 1,5 Promille

Um Unfällen auf Südtirols Straßen vorzubeugen, werden immer wieder Kontrollen durchgeführt, bei denen die Fahrer auf Trunkenheit am Steuer getestet werden.

2015 wurden 601 Führerscheine aus diesem Grund eingezogen. Dies zeigt eine positive Entwicklung: 2008 gab es immerhin noch 1.160 eingezogene Führerscheine wegen Trunkenheit. Aufgrund dessen wurde damals das Gesetz verschärft und die Beschlagnahmung des Fahrzeuges bei einigen Vergehen vorgesehen.

Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Rückgang von 5,8 Prozent registriert.

90 Prozent der entzogenen Führerscheine gehören Männern

Der durchschnittliche festgestellte Alkoholspiegel bei Fahrern, denen anschließend der Führerschein entzogen wurde, lag im Jahr 2015 bei 1,5 Promille.

Von allen eingezogenen Führerscheinen wurden 543 Männern abgenommen, also 90,3 Prozent. Bei den Frauen mussten 58 ihren Führerschein abgeben.

Im Jahr 2015 wurden auch, erneut fast ausschließlich bei Männern, 29 Führerscheine wegen Fahrens unter Einfluss von Drogen eingezogen. Es wurden hierbei hauptsächlich Cannabinoide nachgewiesen.

stol/liz

stol