Welche Alternativen es gibt, um seine Fellnase nicht im Stich zu lassen, weiß Tierschützerin Sonja Meraner. Die Pflege ist anspruchsvoller als gedacht, die Kosten höher als erwartet und die anfängliche Begeisterung verflogen. Die vermeintlich einfache Lösung: das Tier bei nächster Gelegenheit aussetzen und seinem Schicksal überlassen.<BR /><BR /> „In Südtirol sind es zwar bei weitem nicht so viele Fälle wie im Süden Italiens, aber jedes ausgesetzte Tier ist ein Leben“, gibt Sonja Meraner, Präsidentin des Vereins „Südtiroler Tierparadies hilft“ zu bedenken. Mehrere Hunde, Katzen, Schildkröten und sogar Küken hat sie bereits vor dem nahezu sicheren Tod auf der Straße bewahrt.<BR /><BR />Besonders in den Sommermonaten sieht so manch ein Herrchen seinen Vierbeiner als Hindernis für Urlaubs- und Ausflugspläne, die Zahl der ausgesetzten Tiere schnellt nach oben. <h3> Wer Haustiere zurücklässt, macht sich strafbar </h3>Wer sein Haustier einfach zurücklässt, macht sich aber strafbar. Das Aussetzen von Tieren kann hierzulande mit Geldstrafen in Höhe von mehreren tausend Euro geahndet werden, in schweren Fällen drohen auch Freiheitsstrafen. Die Täter ausfindig zu machen, gestaltet sich in der Praxis aber oft schwierig. <BR /><BR />Dabei müssten Halter ihre Tiere nicht sich selbst überlassen: Hundesitter, Hundepensionen oder auch der Tierschutzverein von Meraner selbst nehmen Tiere vorübergehend auf – etwa wenn ihre Besitzer ins Krankenhaus müssen, auf Geschäftsreise sind oder verreisen. Ganz stressfrei sei eine solche Trennung für die Tiere allerdings nicht immer.<BR /><BR /> „Gerade bei kurzen Abwesenheiten ist es deshalb besser, das Tier wenn möglich zu Hause zu lassen und jemanden zu organisieren, der regelmäßig vorbeikommt“, erklärt Meraner. Fest steht: Ein Tier auszusetzen, ist niemals die Lösung und Möglichkeiten, ein Tier auch in schwierigen Situationen gut zu versorgen, gibt es genug.