Der Wintereinbruch in der Nacht auf Donnerstag schnitt das ehemalige Hotel „Waldheim“, das heute als Heim für Ober- und Berufsschüler dient, von der Außenwelt ab.Bäume gaben dem Gewicht der nassen Schneemassen nach und krachten auf die einzige Zufahrtsstraße. Rund 80 Schüler, sie sind zwischen 14 und 20 Jahren alt, konnten am Morgen nicht zur Schule, waren samt den Erziehern im Heim eingeschlossen."Lage nach wie vor gefährlich"„Seit dem Morgen warten wir darauf, dass die Straße wieder freigegeben wird – bisher vergebens“, berichtete eine Erzieherin im Gespräch mit Südtirol Online am Donnerstagnachmittag. „Immer wieder hören wir, wie Bäume umfallen. Nun geht’s eh schon besser, weil der Regen nachgelassen hat und es auch nicht mehr schneit. Trotzdem ist die Lage nach wie vor gefährlich, sonst würden wir schon hinaus dürfen.“Die Freiwillige Feuerwehr von Bruneck versorgte die eingeschlossenen Heimbewohner zur Mittagszeit mit Essen. Dann hieß es wieder: warten.„Bisher haben wir versucht, uns die Zeit mit Spielen zu vertreiben. Nun aber werden die Schüler langsam ungeduldig", betonte die Erzieherin. Die Stimmung im Heim sei generell in Ordnung. „Wir sind okay. Manchen Schülern gefällt die Situation sogar recht gut.“Straße wieder geöffnetGegen 16 Uhr konnte die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden: Laut der Brunecker Stadtpolizei war der Schnee von den Bäumen gerutscht und die Lage somit sicher. Insofern nicht wieder Schnee fällt oder starker Wind aufkommt, ist keine weitere Sperre der Straße geplant.pg