Montag, 26. Januar 2015

Einheitliche Notrufnummer 112

Hilfe bei Notfällen in der Region Trentino-Südtirol unter der einheitlichen Nummer 112: Dafür haben sich im Innenministerium in Rom Zivilschutzlandesrat Arnold Schuler und sein Trentiner Amtskollege Tiziano Mellarini ausgesprochen und grünes Licht erhalten; noch innerhalb dieses Jahres soll mit der Probephase begonnen werden.

Für eine einheitliche Notrufnummer 112 (v.li.): Landesrat Schuler, Prefetto Piantedosi, Assessore Mellarini.
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Für eine einheitliche Notrufnummer 112 (v.li.): Landesrat Schuler, Prefetto Piantedosi, Assessore Mellarini. - Foto: © LPA

Zufrieden über das konstruktive Gespräch mit dem Vizegeneraldirektor der Staatspolizei Prefetto Matteo Piantedosi äußerten sich Zivilschutzlandesrat Arnold Schuler und sein Amtskollege Mellarini. "Innerhalb dieses Jahres", berichtet Landesrat Schuler, "soll die Testphase für die einheitliche Notrufnummer 112 anlaufen.

Mit dieser Neuerung werden die Synergien im Rettungsbereich noch besser genutzt, da die Abläufe schneller und effizienter werden." Wichtig, unterstreichen die beiden Landesräte, sei das gemeinsame Auftreten als Vertreter der Region in Rom, um auf das einheitliche Anliegen aufgrund der besonderen Erfordernisse des Gebietes hinzuweisen.

Derzeit sind in Südtirol vier verschiedene Notrufnummern aktiv: 118, 115, 113 und 112. 118 ist die Nummer für den sanitären Notruf in Südtirol wie in ganz Italien. Im italienischen Alpenraum kann über diese Kurznummer der Rettungsdienst aktiviert werden - unter anderem auch die Bergrettungsdienste - und je nach Erfordernis schickt die Einsatzzentrale die geeigneten Rettungsmannschaften für den Einsatz.

Die Kurznummer 115 gilt italienweit als Feuerwehrnotruf. In Südtirol laufen die Nummern 118 und 115 in der Landesnotrufzentrale zusammen, da eine integrierte Leitstelle eingerichtet wurde. Unter der Nummer 113 antwortet die Staatspolizei. Der Euro-Notruf 112 gilt einheitlich europaweit; wird er gewählt - im Inland oder im europäischen Ausland - wird man derzeit mit der nächsten Sicherheitszentrale verbunden, in Südtirol mit den Carabinieri.

Begleitet wurden die beiden Landesräte bei der Aussprache im Innenministerium von Ressortdirektor Klaus Unterweger und von Luisa Zappini, Leiterin der "Centrale Unica per le Emergenze" im Trentino. Weitere Gespräche werden folgen. Nun geht es um die Planung und Umsetzung der Details bei der Einführung der einheitlichen Notrufnummer 112.

LPA

stol