Bisher gab es drei „Funktionale Luftraumblöcke“ auf Basis von zwischenstaatlichen Abkommen: zwischen Großbritannien und Irland, zwischen Dänemark und Schweden sowie zwischen Frankreich, Deutschland und den Benelux-Staaten und der Schweiz.Mit dem jetzt unterzeichneten Abkommen gibt es in Europa vier derartige Luftraumblöcke, bis Dezember 2012 sollen es neun werden, die zusammen einen „einheitlichen europäischen Luftraum“ bilden sollen.Damit sollen Fluggesellschaften und Passagiere Zeit und Geld sparen. Die Passagiere profitieren von kürzeren Flugzeiten und kürzeren Wartezeiten, der CO2-Ausstoß wird deutlich verringert. Derzeit ist der europäische Luftraum nach wie vor nach nationalen Grenzen fragmentiert. Es gibt 36 einzelne Lufträume. Dies führt zu Umwegen, Wartezeiten und hohem Koordinierungsbedarf der Flugsicherungen. Der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull in Island blockierte im vergangenen Frühjahr massiv Europas Luftfahrt und hat die Notwendigkeit der Schaffung eines einheitlichen europäischen Systems aufgezeigt. Aufgebrachte Passagiere und Airline-Betreiber sowie Milliarden-Verluste waren die Folgen.Die Schaffung des neuen, vierten Luftraumblocks für den durchschnittlichen Flug in Europa soll bis zu 14 Minuten kürzere Flugzeiten, 300 bis 500 Kilogramm weniger Treibstoffverbrauch, was etwa zehn Prozent des durchschnittlichen Gesamtverbrauchs eines Fluges entspricht, und bis zu 948 bis 1.575 Kilogramm weniger CO2-Ausstoß führen.Derzeit ist jeder Flug in Europa nach Schätzung der Experten durchschnittlich um rund 49 Kilometer länger als notwendig. Dadurch würden allein aufgrund von Umwegen 5 Mio. Tonnen an vermeidbarem CO2-Emissionen pro Jahr verursacht. Warteschleifen vor Landungen und Verzögerungen verursachen Schätzungen zufolge weitere elf Mio. Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr. Ein Verkehrspilot, der von Sofia nach Dublin unterwegs ist, muss mit 35 Fluglotsen sprechen, bis seine Passagiere am Zielort aussteigen.