„Es ist eine schwer handzuhabende Materie und wird frühestens 2012/13 greifen. Zunächst geht es uns darum, alle Betroffenen zu hören und bestmöglich über eine Umsetzung zu diskutieren“, betont Landesrat Sabina Kasslatter Mur.Über 60 Interessensvertreter werden in die Entscheidung mit eingebunden.Am Montag haben sich die für die Bildung zuständigen Kasslatter Mur, Christian Tommasini, Florian Mussner sowie Hans Berger - zuständig für die land- und hauswirtschaftliche Berufsbildung - die Wünsche und Befürchtungen aller Beteiligten angehört. Bei der Anhörung haben viele Interessensvertreter eine Entlastung der Schüler und damit verbunden weniger Schule bei gleichzeitig hohen Anforderungen an die Bildungseinrichtungen gefordert. Für Kasslatter Mur machen diese Ansprüche einen einheitlichen Schulkalender zur Utopie. „Die vielen Anliegen sind nicht unter einen Hut zu bringen. Wir werden nun eine Arbeitsgruppe einrichten und versuchen, an den Schülern entlang den Schulkalender umzuorganisieren.“ Eine Vereinheitlichung des Schulkalenders sei notwendig. Die derzeitigen Unterschiede brächten Schwierigkeiten in der Alltagsplanung der Familien, mache aber auch die Koordination der Schülertransporte und der Ausspeisungsdienste mühsam. Berger für HerbstferienDerzeit dauert das Schuljahr vom 1. September bis zum 31. August.Die Landesregierung legt das Unterrichtsende und die Kriterien für Unterrichtsbeginn sowie Ferien fest, die Schulen verteilen die Unterrichtszeit dann autonom auf fünf oder sechs Tage. Das führt zu großen Unterschieden: Derzeit gilt für 44,5 Prozent der Schüler die Fünftagewoche, für 43 Prozent die Sechstagewoche und für die übrigen 12,5 Prozent das alternierende Modell.Landesrat Hans Berger ist für eine Vorverlegung des Schulbeginns um zehn Tage, sowie für einen im Juni um zehn Tage nach hinten verschobenen Schulschluss. Außerdem spricht sich Berger für die Einführung von Herbstferien und die Fünf-Tage-Woche aus. Laut Berger solle der Schulkalender mittelfristig auf fünf Jahre geplant werden.Der italienische Schullandesrat Christian Tommasini hat die heutige Anhörung als wichtigen Ausgangpunkt zur Vereinheitlichung des Schulkalenders gesehen. Tommasini: "An den italienischen Schulen im Land wird heute schon überwiegend die Fünftagewoche angewandt. Deshalb geht es aus der Sicht der italienischen Sprachgruppe vor allem um die drei Monate langen Sommerferien.“