Als Verbraucher gilt es, gut informiert und immerzu auf der Hut zu sein. Beispielsweise vor undurchsichtigen Verträgen oder irreführenden Werbe- und Verkaufspraktiken. Zur Schärfung dieses Bewusstseins erörtert Gunde Bauhofer, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS), einige Schwerpunkte für das neue Jahr 2025. <BR /><BR /><BR />Dazu zählt sie beispielsweise die mit 1. Jänner in Kraft getretene Neuregelung des sog. Check-ins für Beherbergungsbetriebe. Anbieter von Gästeunterkünften jeglicher Art sind verpflichtet, die Ausweisdaten der Gäste persönlich zu erfassen und innerhalb von 24 Stunden an ein entsprechendes Portal zu übermitteln. Zugleich sind die Kästchen mit Code (sog. Keybox) für eine anonyme und flexible Schlüsselübergabe nicht mehr erlaubt. Damit soll die korrekte Identifikation von Gästen sichergestellt und der Massenansturm in historischen Zentren mit all den negativen Folgen limitiert werden. <BR /><BR /><b>Weniger Inhalt, derselbe Preis</b><BR /><BR />Shrinkflation ist auf dem Vormarsch. Der sperrige Anglizismus (zu Deutsch: „schrumpfende Inflation“) beschreibt ein leidiges Phänomen: Für eine verringerte Menge eines Produkts wird derselbe Preis verlangt. Der Volksmund spricht von Mogelpackungen – diese Praxis lässt sich laut Bauhofer bei Lebensmitteln, Kosmetika oder Reinigungsmitteln beobachten. „Füllen die Hersteller nun weniger Inhalt in die gewohnte Konserve oder Packung, dann müssen sie diese Mengenveränderung auf der Etikette für 6 Monate lang kenntlich machen“, sagt die Verbraucherschützerin. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1115121_image" /></div> Die neue Bestimmung tritt ab April 2025 in Kraft. Bauhofers Tipp: Den Grundpreis von Produkten (etwa je 100 ml oder 100 g) miteinander vergleichen. Übrigens: Die Shrinkflation hat noch eine hinterfotzige Schwester, die sich Skimpflation nennt. Dabei wird an der Qualität der Produkte gespart, etwa indem die Hersteller den Anteil hochwertiger Lebensmittel herunterschrauben. <BR /><b><BR />Einheitliche Ladekabel für weniger Elektroschrott</b><BR /><BR />Als Maßnahme im Sinne der Verbraucher sei auch das neue EU-Gesetz zu Ladekabeln zu deuten. Folglich müssen alle in der EU verkauften Kleingeräte – etwa Handys, Kopfhörer, Spielekonsolen – einen USB-C-Ladeanschluss haben. Techgigant Apple und Interessenverbände haben die Regelung als „innovationshemmend“ kritisiert, während sich die Behörden davon weniger Elektroschrott versprechen. In den Augen Bauhofers handelt es sich allemal um eine „sehr sinnvolle Bestimmung“.<BR /><BR /><b>Katzenfreunde werden zur Kasse gebeten</b><BR /><BR />Katzen- und Tierfreunde dürften sich beim nächsten Einkauf von Katzen- bzw. Tierstreu die Augen reiben: Der Fiskus hat den einheitlichen MwSt-Satz von 22 Prozent auf das poröse Granulat festgelegt, weshalb sich einige Produkte verteuern. <BR />Eine Wissenschaft für sich ist die Korrespondenz mit Energieversorgern. Das Lesen des Verbrauchs bzw. der Rechnungen ist die eine Sache, der Vertragsabschluss die andere. <BR /><BR /><b>Sicherheiten bei Abschlüssen am Telefon</b><BR /><BR />Hierbei gibt es Neuerungen, was die telefonisch abgeschlossenen Verträge mit Energielieferanten betrifft: Für die Gültigkeit braucht es die Bestätigung, dass man den Vertrag tatsächlich bekommen hat. Außerdem müssen einseitige Abänderungen des Vertrages separat, rechtzeitig und einheitlich zugeschickt werden.<BR /><BR />Zu guter Letzt hat Bauhofer noch einen guten Tipp parat: „Beim Phishing bzw. Datenklau lassen sich die Betrüger immer neue Maschen einfallen. Man wird unter Druck gesetzt und soll Ausweisdaten, Bankverbindungen oder Rechnungen schicken. Damit können verschiedenste Betrügereien durchgeführt werden. Hierbei empfiehlt es sich, immer Ruhe zu bewahren. Und wenn man hineingefallen ist, braucht man sich nicht zu schämen“. Das passiere vielen, die Verbraucherzentrale helfe, wann immer sie könne.