Mittwoch, 30. März 2016

Einmal lächeln, bitte: Brite posiert mit Flugzeug-Entführer

Er hatte ein Passagier-Flugzeug von Ägypten nach Zypern entführt, drohte, es in die Luft zu sprengen. Der Nervenkrieg mit dem Flugzeug-Entführer dauerte Stunden, Crew und Passagiere waren zu Tode geängstigt. Doch nicht Ben Innes.

Cheese: Ben Innes (rechts) posiert für einen Schnappschuss mit dem Flugzeug-Entführer. - Foto: Twitter/Paul Smith
Cheese: Ben Innes (rechts) posiert für einen Schnappschuss mit dem Flugzeug-Entführer. - Foto: Twitter/Paul Smith

Ben Innes ist 26 Jahre alt und stammt aus Großbritannien. Und er ist jener Mann, dessen Schnappschuss aktuell um die Welt geht: Breit grinsend posierte Innes am Dienstag für ein Foto im entführten Airbus A320. Rechts neben ihm: der Entführer selbst.

Brite war einer der Letzten an Bord

Ein Ägypter hatte am Dienstagmorgen den Airbus 320 auf seinem Flug von Alexandria nach Kairo gekidnappt, mit rund 70 Menschen an Bord. In Larnaka, einer Hafenstadt auf Zypern, zwang er den Piloten zu landen.

Kurz nach der Landung ließ der Entführer fast alle Passagiere und Besatzungsmitglieder frei. Nach ägyptischen Angaben befanden sich zuletzt noch der Flugkapitän, der Co-Pilot, eine Flugbegleiterin, ein Sicherheitsangestellter und drei Passagiere in seiner Gewalt. Einer davon war Ben Innes.

„Nichts zu verlieren“

„Ich bin nicht ganz sicher, warum ich es getan habe. Aber am Ende habe ich die Bedenken weggeschoben. Ich dachte mir, wenn die Bombe echt ist, habe ich eh nichts mehr zu verlieren“, sagte der Brite der Zeitung „The Sun“. Deshalb habe er sich näher an den Mann herangewagt. „Ein Crew-Mitglied übersetzte für mich und so fragte ich ihn, ob ich ein Selfie mit ihm machen kann. Er nickte, so hab‘ ich mich neben ihm hingestellt und die Stewardess drückte ab. Das muss das beste Selfie überhaupt sein.“

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Tatmotiv unklar

Dass der angebliche Sprengstoffgürtel, den sich der Entführer umgebunden hatte, nur eine Attrappe war und die Geiselnahme ohne Blutvergießen und Verletzte enden würde, konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen. Unklarheit herrschte bis zuletzt über das Tatmotiv des Entführers. Zyprische Regierungsvertreter schlossen einen Terrorhintergrund aus.

stol

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