In Kastelruth herrschte nach Bekanntwerden des tragischen Todes tiefe Betroffenheit. „Es tut mir sehr leid, dass dieser junge Mensch so zu Tode gekommen ist, und ich spreche den Angehörigen und Freunden mein tief empfundenes Mitgefühl aus“, betonte Bürgermeisterin Cristina Pallanch. <BR /><BR />Bah Yahya hielt sich zwar in Kastelruth auf, hatte aber nicht den Wohnsitz in der Gemeinde. „Er war bei uns nicht gemeldet“, sagte die Bürgermeisterin. Ob er in Kastelruth einer Beschäftigung nachging, wisse sie nicht.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1267872_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Untergekommen war der junge Mann in einem Privathaus im Sabine-Jäger-Weg. Dort wohnt eine sechsköpfige afrikanische Familie in Miete. „Genaues weiß ich nicht, aber wahrscheinlich hat die Familie dem Gambier Unterschlupf gewährt“, sagte Pallanch. Wie es hieß, hat der Mann in einem kleinen Abstellraum unter einer Treppe „gewohnt“.<h3> Kohlenmonoxidvergiftung als Todesursache</h3>Weil es dort keine Heizung gibt, behalf sich Yahya mit einem Holzkohleofen. Dieser wurde ihm zum Verhängnis. Wie die Leichenbeschau und die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nun bestätigten, starb der Mann an einer Kohlenmonoxidvergiftung – vermutlich im Schlaf. Da die Hinweise eindeutig waren, sahen die Ermittler von einer Obduktion ab. <BR /><BR />Zwei andere Migranten, die in einem anderen Teil des Hauses wohnten, hatten ihren Freund seit mehreren Tagen nicht mehr gesehen und schauten daher nach ihm. Sie fanden den regungslosen Körper und verständigten umgehend das Weiße Kreuz. Wie sich herausstellte, war Bah Yahya aber schon Tage zuvor verstorben.<h3> Leichnam wird nach Gambia überführt</h3>Bah Yahyas Leichnam wird nach Gambia überführt Carabinieri und Staatsanwaltschaft untersuchten die genauen Umstände, die zum Tod des Gambiers geführt haben. Der Leichnam wurde inzwischen freigegeben und soll in die Heimat überführt werden.<BR /><BR />In Kastelruth gab es ein Erstaufnahmezentrum (CAS) für Asylsuchende, das die Gemeinde 2015 bereitstellte und die Caritas für mehrere Jahre führte. Die Einrichtung lief gut, wurde dann aber 2019 aufgelassen.<BR /><BR /> „Einige der Migranten von damals leben immer noch bei uns in der Gemeinde und haben Arbeit und Wohnung“, sagt die Bürgermeisterin. Auch die Bewohner im Haus im Sabine-Jäger-Weg gehen einer geregelten Arbeit nach – viele im Gastgewerbe. Auch Yahyas Bekannter, wegen dem der Gambier nach Kastelruth gekommen sein soll, geht einer Arbeit nach.