Im Gespräch mit uns berichtet Simon Hofer, Feuerwehrkommandant von Trens, wie gefährlich die Einsätze in der Unwetternacht waren, wie es den Feuerwehrleuten nach den Anstrengungen der vergangenen Tage geht und wie groß der Zusammenhalt der Bevölkerung ist.<BR /><BR /><b>Die Feuerwehr Trens wurde im Minutentakt alarmiert, als das schwere Unwetter am Donnerstagabend über Trens hereinbrach. Wann ist Ihre Feuerwehr wieder ins Gerätehaus eingerückt?</b><BR />Simon Hofer: Am Donnerstag gab es gegen 23 Uhr die ersten Alarmierungen. Wir waren bis Samstagabend um 22 Uhr im Einsatz. Rund 150 bis 180 Feuerwehrleute waren in dieser Zeit vor Ort. Unterstützung haben wir von den Feuerwehren des Bezirks Wipptal, von Feuerwehren aus dem Bezirk Brixen und von der Berufsfeuerwehr erhalten. Ohne ihre Hilfe wäre die Situation nicht zu bewältigen gewesen. Es ist die Bezirkseinsatzzentrale aktiviert worden, die bei der Organisation und Koordination sehr mitgeholfen und die Einsatzleitung dadurch einfacher gemacht hat. <BR /><BR /><b>Wie groß war die Gefahr für die Feuerwehrleute bei den Einsätzen in der Unwetternacht?</b><BR />Hofer: Es war sehr gefährlich, vor allem weil an 3 Stellen gleichzeitig Muren abgegangen sind und man nicht wusste, wo noch Material herunterkommen könnte. Die Situation war deshalb nicht gut einschätzbar – auch die Dunkelheit und der starke Regen bzw. Hagel haben dazu beigetragen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-65667268_quote" /><BR /><BR /><b>Die Feuerwehren haben bis zur Erschöpfung gearbeitet. Wie geht es den Feuerwehrleuten nach den Anstrengungen der vergangenen Tage?</b><BR />Hofer: Wir sind alle k.o. Wir haben 109 Einsätze abgearbeitet. Einige Feuerwehrleute sind auch selbst vom Unwetter betroffen. Am Sonntag haben wir einen Ruhetag eingelegt, um uns ein wenig erholen zu können. Heute (am Montag, Anm. der Red.) werden wir unsere Gerätschaften reinigen. Bis alles aufgeräumt ist, wird es noch einige Tage dauern. <BR /><BR /><b>Hat es auch Hilfsangebote von Freiwilligen gegeben?</b><BR />Hofer: Jene Dorfbewohner, die nicht betroffen waren, haben mitgeholfen. Auch von den umliegenden Dörfern sind viele Freiwillige gekommen, um beim Aufräumen zu helfen, ebenso Verwandte und Freunde der Betroffenen. Die Bauern haben mit ihren Traktoren mitgeholfen. Auch der Zug Sterzing des Zivilschutzes war im Einsatz. Das Restaurant Kolping und das Hotel Gasthaus Post haben uns mit Pizza und belegten Broten versorgt, die Dorfbewohner mit Getränken. Die Solidarität war gewaltig.