Aufgrund von häuslicher Gewalt war gegen den 30-jährigen italienischen Staatsbürger ein Dekret erlassen worden, das ihn verpflichtet, aus der Familienwohnung auszuziehen. Ebenso soll es ihm künftig untersagt sein, sich seiner Partnerin zu nähern. <BR /><BR />Als die Carabinieri von Brixen dem Mann den entsprechenden Bescheid zustellen wollten, bemerkten sie, dass dieser nicht allein war. In seiner Wohnung hielten sich weiters zwei ausländische Staatsangehörige ohne fixen Wohnsitz in Italien auf – beide polizeibekannt aufgrund von Vorfällen rund um Drogenhandel und Trunkenheit. <BR /><BR />Endgültig misstrauisch wurden die Carabinieri schließlich, als sie auf bewusstseinserweiternde Substanzen aufmerksam wurden, die offen auf dem Wohnzimmertisch lagen. Also führten sie eine umfassende Personen- und Hausdurchsuchung durch – und wurden fündig. <BR /><BR />Einer der beiden Gäste, ein Marokkaner, hatte rund neun Gramm Haschisch bei sich, ebenso 2070 Euro Bargeld, das laut aktuellem Stand der Ermittlungen aus dem Drogenhandel stammen könnte. Zudem wurden eine Präzisionswaage sowie Zubehör für den Konsum von Betäubungsmitteln sichergestellt. <BR /><BR />Als weit brisanter stellte sich hingegen das Ergebnis der Durchsuchung beim 30-Jährigen heraus, gegen den die Schutzmaßnahme verhängt worden war. Dieser war im Besitz eines Arsenals an Waffen und gefährlichen Gegenständen, für die er kein e Genehmigung besaß – darunter zwei Gaspistolen für Reizstoffsprays, eine Luftdruckpistole samt Munition, ein Paar Metallhandschellen, zwei Klappmesser, einen Dolch, einen Teleskopschlagstock, vier Schlagringe aus Metall sowie zwei zusätzliche Pfeffersprays.<BR /><BR />Sämtliche Objekte und Drogen wurden sequestriert, die drei Personen wurden auf freiem Fuß angezeigt.