Freitag, 30. August 2019

Einsatzreicher Freitag für die Bergrettung Meran

Schlag auf Schlag ging es am Freitag für die Männer und Frauen der Bergrettungsdienste Meran. Innerhalb weniger Stunden wurde die Bergrettung zu insgesamt 4 Einsätzen gerufen.

Auf dem Dach des neuen Einsatzfahrzeugs der Bergrettung Meran wurde das Fahrrad einer Patientin ins Tal transportiert. - Foto: Bergrettung Meran
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Auf dem Dach des neuen Einsatzfahrzeugs der Bergrettung Meran wurde das Fahrrad einer Patientin ins Tal transportiert. - Foto: Bergrettung Meran

Der erste Zwischenfall ereignete sich am späten Vormittag: Eine Frau aus Deutschland war in Richtung Zielspitze im Naturpark Texelgruppe unterwegs, als sie vom Weg abkam und in unwegsames Gelände geriet. Da ein Weiterkommen nicht mehr möglich war, alarmierte sie die Landesnotrufzentrale.

Gegen 11.40 wurde die Bergrettung Meran alarmiert, die sich umgehend mit der Wanderin in Verbindung setzte. Nach eigenen Angaben war die Frau unverletzt, schaffte es aber nicht aus eigener Kraft, ihren Weg fortzusetzen. Daraufhin wurde ein Bergretter mit dem Rettungshubschrauber „Pelikan 1“ ins Gebiet gebracht, der nach der Frau suchte.

Da das Gelände mit großen Felsbrocken durchsetzt ist, gestaltete sich dies jedoch als schwierig. Erst mit einem Suchflug konnte die Frau gefunden werden. Der Bergretter wurde mittels Winde zur Patientin abgelassen, sicherte diese und bereitete alles für die Rettung vor. Anschließend wurden die beiden an Bord des Pelikan 1 gebracht und nach Meran geflogen.

Radfahrerin gestürzt

Kurz nach 12 Uhr kam es zu einem weiteren Einsatz: In Schenna hatte sich eine Radfahrerin verletzt. Augenzeugen meldeten den Vorfall der Landesnotrufzentrale, die den Bereitschaftsdienst der Bergrettung alarmierte. Auf dem Forstweg zwischen Taser- und Leitenalm (auf rund 1700 Metern ) wurde die Frau gefunden. Sie war bei der Abfahrt auf dem steinigen Untergrund gestürzt und hatte sich mehrere Schürfwunden am ganzen Körper und vor allem im Gesicht zugezogen.

Die 18-jährige Südtirolerin wurde von den Männern der Bergrettung Meran versorgt und dann mit dem Einsatzfahrzeug Richtung Schenna gebracht. Das Fahrrad wurde auf dem Dach des Einsatzfahrzeuges ins Tal transportiert. Die junge Sportlerin wurde anschließend an die Sanitäter des Weißen Kreuzes für den Transport übergeben.

2 Wanderer verletzt

Zum 3. Einsatz kam es nur 10 Minuten nach dem zweiten. In der Nähe der Staffelhütte war eine Frau gestürzt und hatte sich eine schmerzhafte Beckenverletzung zugezogen. Aufgrund des zunächst angenommen kritischen Zustandes der Patientin und da sie sich direkt bei der Hütte befand, versuchte man einen Direktflug des Hubschraubers. Der Pilot fand eine Landemöglichkeit direkt neben der Hütte. Die Patientin wurde stabilisiert und mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus von Meran gebracht.

Noch bevor alle Einsätze beendet wurden, galt es für die Bergretter, sich ein 4. Mal um einen Patienten zu kümmern. Eine Person hatte sich oberhalb von Birkenwald in der Nähe des Wasserfalles von Partschins eine Knöchelverletzung zugezogen. Der Wirt des Gasthofes informierte umgehend einen ortsansässigen Bergretter und die Landesnotrufzentrale, die ein Team der Bergrettung vor Ort schickte.

Aufgrund der guten Ortskenntnis der ansässigen Retter konnte die Person rasch lokalisiert werden. Der Abtransport gestaltete sich aufgrund des Geländes schwierig und aufwändig. Der Patient wurde anschließend an die Sanitäter des Weißen Kreuzes übergeben.

Der letzte Einsatz konnte gegen 15.30 Uhr beendet werden. Insgesamt standen rund 15 Mann der Bergrettung Meran mit 2 Fahrzeugen in Einsatz.

stol

stol